Abenteuer in der Sahara

      Reisebericht über Mauretanien

 

 

   

 

 Mauretanien Reisebericht

 

Endlich, nach rasender Fahrt, steigen wir aus dem überfüllten Mercedes-Taxi, das uns von der senegalesischen Grenze hierher gebracht hat. Wir, das sind Martin und ich, Herbert, zwei abenteuer-reisesüchtige Wiener Fahrradkuriere.

Nouakchott, die 1960 gegründete Hauptstadt Mauretaniens, ist eine gesichtslose, uninteressante Stadt. Dennoch ist sie einer der wenigen Plätze mit vorhandener Infrastruktur, in einem Land, das zu 95 Prozent von der Sahara beherrscht wird. Unser Plan ist, einen einheimischen Führer zu finden, der uns mit seinen Kamelen in die Wüste begleitet. Er sollte Nomade sein, denn wir sind sehr interessiert, deren Lebensstil kennen zu lernen. Im Reisebüro in Wien eine Kamelsafari zu buchen, fanden wir zu einfach; begleitet von teuren, professionellen Führern, die gar nicht selber in der Wüste leben und unseren Lebensstil kopieren. Sie gehen nur ganz bestimmte Touristenrouten, sprechen englisch, französisch oder beides, sorgen für entsprechenden Luxus und schleppen vielleicht eine transportable Duschkabine mit. Bier, Wein, Limonaden in Hülle und Fülle. Wenn die Tour vorüber ist, steigen sie in ihre Allrad-Pickups und fahren nach Hause in die Stadt. Das ist es nicht was wir wollen. Der Wüste sollte man sich angemessen nähern, mit Geduld und "Demut". Das bedeutet, dass wir uns selbst umsehen müssen, um Preise auszukundschaften und Routen kennen zu lernen. Wir brauchen Namen von Oasen, von denen man starten kann. Nur so können wir erfahren, wo man Nomaden kennen lernt.

So haben wir uns das ausgedacht und so wollen wir es auf eigene Faust durchziehen. Der erste Schritt dazu heißt, in einem Reisebüro so zu tun, als ob wir buchen wollten. Als wir uns dann mit dem Pauschalangebot, angefangen vom Taxi, das uns zum Ausgangspunkt bringt, den zahmen, geschmückten Reitkamelen, bis zum Schlafen im Luxuszelt und mitgebrachtem Mineralwasser nicht ganz glücklich zeigen, entschwindet der Verkaufsenthusiasmus der Angestellten ganz schnell. Unsere Vorstellungen, mit dem Buschtaxi billig anzureisen, nicht zu reiten, sondern zu Fuß zu gehen, Wasser aus den vorhandenen Brunnen zu trinken und selbst zu filtern, verspricht geringen Profit. Trotzdem erfahren wir in zwei Agenturen Preis und Route - gute Richtlinien für uns.

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