Vom Senegal nach Mauretanien - Eine Reise durch die Sahara

      Reisebericht

 

 

   

 

Von Dakar nach St. Louis

Auf dem Weg nach Norden treffen wir auf den Lac du Rose. Es ist sehr windig und schon von weitem legt sich ein salziges Aroma auf die Sinne.

Reisebericht Sahara MauretanienEs stammt von dem Salz, nach dem die Männer auf den Grund des eineinhalb Meter tiefen Sees hinabtauchen, um es in ihre Boote zu schaufeln. Am Ufer balancieren Frauen das Salz dann in Eimern und Schüsseln auf dem Kopf zu den kleinen Salzhaufen,die das Ufer säumen und die mit den Initialen der Eigentümer markiert sind. Morgens kommen die Trucks, um das Salz abzuholen. Etwa 200 CFA bezahlen die Käufer für den 25 kg-Sack.

 

Auf dem Weg nach St. Louis

Während der Ebbe wird die Atlantikküste zur breiten Sandpiste, die wir der viel befahrenen und sehr viel längeren Nationalstraße nach St. Louis bevorzugen. Zur Landseite hin säumen Akazien, Kakteen und Baobabs Route.

Die Landzunge Langue du Barbarie erscheint im Ozean wie eine schmale langgezogene Insel. Der Senegal kann nicht mehr weit sein. Dieser Fluß bildet auf einer Länge von etwa 600 km die natürliche Grenze zwischen dem gleichnamigen Staat im Süden und dem nördlich gelegenen Mauretanien.

In der Abendsonne ist die Silhouette von St. Louis zu erkennen. Schon sind die ersten Häuserfassaden erkennbar, die mit ihrem kolonialen Baustil beeindrucken. Die Altstadt geniesst Insellage und ist mit einer von Gustave Eiffel gebauten langen Stahlbrücke mit dem Festland verbunden.

 

Parc National des Oiseaux du Djoudj

Reisebericht Sahara MauretanienAn einer großen Biegung des Senegalflusses, unweit seiner Mündung in den Atlantik und wenige Kilometer nördlich von St. Louis, befindet sich der Parc National des Oiseaux du Djoudj, ein ca. 16 000 ha große Schutzgebiet. Es ist durchzogen von vielen Kanälen, Seen und Sumpfland, der erste Platz südlich der Sahara, der ständig Wasser führt. Hier liegen die Brutstätten für Pelikane und Kormorane und zahlreiche rein afrikanische Wasservogelarten. Im November ist das Reservat das Ziel von Zugvögeln aus Europa, die erst im Frühjahr wieder nach Norden ziehen.

 

Über den Senegalfluß nach Mauretanien

Reisebericht Sahara MauretanienRecht früh verlassen wir den Zeltplatz auf der Langue du Barbarie, direkt am Atlantik, und brechen auf in Richtung Rosso, zur mauretanischen Grenze. Da man nie genau weiß, wie lange sich die Mauren bei der Kontrolle Zeit nehmen, ist es sinnvoll Zeit einzuplanen. Der Senegalfluß kann über den Maka Diama Damm überquert werden, dieser Damm hält das Salzwasser des Atlantiks bei Flut zurück. Entlang des Damms führt eine Piste bis zum Grenzübergang Barriere du Diama.

Auf mauretanischer Seite dauert es lange, bis wir weiterkommen. Nicht etwa, dass viel Verkehr herrscht. Im Gegenteil, wir sind mit den beiden Jeeps die einzigen, die die Grenze überqueren wollen. Jedoch sind diverse Arten von Gebühren sind zu zahlen. Z. B. sollen wir einem Grenzbeamten den kleinen Dienst erweisen, ihn in einen Nachbarort fahren. Da er freundlich fragt, wollen wir es ihm nicht verwehren. Vor allem aber wollen wir nicht noch länger warten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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  Copyright © 2002 Eva-Hermine Duhr