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Buenos Aires, ArgentinienReisebericht
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Es ist unser vorletzter Tag und wir sind unterwegs in das Stadtviertel La Boca, ein Arme-Leute-Viertel, das einst von italienischen Immigranten gegründet, das "saubere" Buenos Aires von den Lagerhäusern und Fleischverpackungsanlagen trennt. Hier ist Argentiniens berühmtester Fussballverein La Boca Juniors zu Hause und Diego Maradonna, der in La Boca aufgewachsen ist, wird verehrt wie ein Gott. Jugendliche haben in La Boca zwei Möglichkeiten: entweder sie lernen Fußball spielen oder sie werden kriminell. Der junge Mann, der uns mit einer gezogenen Pistole überfällt, macht nicht den Eindruck, als könne er gut Fußball spielen, aber für die kriminelle Karriere hatte er sich glücklicherweise auch noch nicht so richtig entschieden. Von unseren lauten Schreien eingeschüchtert, sucht er erfolglos und deprimiert das Weite. Die Platzwunde, die Ralf trotzdem davongetragen hat, wird im Krankenhaus schnell und unentgeltlich versorgt. Dann finden wir endlich den Teil La Bocas, den wir zum Abschluss gesucht hatten. Caminito. Ein Stadtteil, der sich zum Touristenmagneten entwickelt und dabei seinen Charme nicht verloren hat. Farbenfrohe Häuserfassaden in sattem Rot, Grün, Blau oder Gelb. Künstlerateliers und Shops. Überall Tangomusik. Melancholische Nostalgie und bunte Fröhlichkeit ergänzen sich auf reizvolle Weise. Caminito geht es wie uns.
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