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Dubai, Vereinigte Arabische EmirateReisebericht |
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02. März 2000 Anreise Von Frankfurt ging der Flieger irgendwann am frühen Morgen ab. Ein Flugzeug der Emirate-Airlines. Also, so etwas nobles und mit aller modernen Technik ausgestattetes Flugzeug hatte ich bis dahin noch nie gesehen... alles vom Feinsten. Der Flug verlief recht ruhig, ca. 8 Stunden. Da wir hinflogen, in die VAE, herrschte an Bord Alkoholverbot - so ein Pech :-( und rauchen durften wir nur in den letzten drei Reihen... aber besser, als gar nicht - and´re Länder, and´re Sitten (oder wie heißt das so schön?) Am späten Abend landeten wir dann in Dubai - vorher einen klaren Blick auf die riesige Stadt... doch leider sah ich den Buri Al Arab nicht (saß auf der falschen Seite im Flieger...). Zwischendurch hatten wir unsere Uhren um 3 Stunden vorgwestellt. Am Flughafen gab es zur Begrüßung für jeden Reisenden eine rote Rose. Nach einigem Durcheinander, bis alle Koffer und alle Mitglieder unserer Reisegruppe endlich eingesammelt waren, ging es dann mit kleinen Bussen, vorbei am Dubai-Clock-Tower ins Hotel. Der erste Eindruck hatte nichts mit 1001-Nacht zu tun: Wir fuhren über eine sechsspurige Autobahn, hell erleuchtet von unendlich vielen Lampen, die schon auf den ersten Blick den Reichtum des Landes erahnen ließen. Dennoch ein beeindruckendes Bild, diese nächtliche Skyline von Dubai mit ihren vielen Wolkenkratzern, in denen sich die Lichter spiegelten.
03. März 2000 Creek Der Vormittag war zur freien Verfügung, was für mich gleichbedeutend war mit: Nix wie los nach dem Frühstück!!! Also schnappten wir uns nach vorherigem intensivem Studium unseres Reiseführers das nächste Taxi. Erst mal das Meer sehen, war die Devise. Einen richtigen Strand gibt es unterhalb der Souks in der Altstadt nicht, nur riesige Steine als Wellenbrecher. Da es recht stürmisch war, hatten wir ein interessantes Schauspiel und ab und an bekamen wir einen Meeresregen ab... Vor uns ragte das Hayatt-Regency hoch auf - also, was lag näher, als in diesem noblen Ambiente ersteinmal einen arabischen Kaffee zu trinken? Anschließend wanderten wir durch die Souks - nun endlich im 1001-Nacht-Land..., bestaunten den berühmten Goldsouk, genossen die Gerüche des Gewürzsouks und gingen weiter Richtung Creek. Hier war er, der Orient, die fremde Welt, die man sich unter Arabien vorstellt - keine Autos, kein Lärm, keine Abgase, dafür kleine Gassen, in denen man manchmal kaum nebeneinande her gehen kann, so eng sind sie. Der Creek ist ein flussähnlicher Meeresarm, der viele Kilometer ins Landesinnere reicht und Dubai praktisch in zwei Hälften teilt. Auf der Ostseite befinden sich die Souks und viele Hochhäuser - einige davon direkt am Ufer. Auf dem Creek ankern hunderte von Dhows (alte, traditionelle Holzschiffe, mit denen noch heute wie vor hundert Jahren Waren befördert werden), voll beladen. Selbst am Kai türmen sich Waren in unvorstellbaren Mengen: Waschmaschinen, Trockner, Hifi-Anlagen, Kühlschränke, Videorecorder... die von niemandem bewacht werden. Selbst in der Nacht, wie wir später feststellen konnten, waren die riesigen Warentürme höchstens von einer Plane bedeckt, aber nicht bewacht. Es gibt einfach keine Kriminalität in den VAE. Kleine Wassertaxis (Abra) bilden die Verbindung zur Westseite. In Bastakya, einem alten, von persischen Händlern gegründeten Viertel, stehen Häuser mit Windtürmen, es gibt den Textilsouk und hier liegt der Amtssitz des regierenden Emirs, Seiner Hoheit Scheich Mohammed Bin Raschid Al Maktoum. Weiter landeinwärts, entlang des Creek, liegt eine riesige Grünanlage mit einer schönen Prommenade und der Golfplatz. (Die wir aber erst später entlangschlendern). Der Rückweg am Creek zog sich doch recht lang, so daß wir recht hungrig gerade pünktlich zum Mittags-Buffet erschienen. Anschließend gab es mit der ganzen Gruppe eine Stadtrundfahrt im Bus. Am Jumeirah-Beach-Hotel stiegen wir aus, um dieses riesige Hotel von innen zu besichtigen. In manchen Etagen kam man sich vor, wie in einem Einkaufcenter. Dann wieder gab es Bereiche, in denen ein Restaurant neben dem anderen liegt... und das alles in einem einzigen Hotel. Besonders beeindruckend war der Ausblick aus dem obersten (25.) Stock. Auf der einen Seite die unendlichen Weiten: Dubai, wie es in der Wüste liegt und auf der anderen Seite der Burj Al Arab, der aus dieser Perspektive gar nicht so riesig und imposant wirkte, wie er ist.
Weiter ging es zum Palast des Herrschers, Seiner Hoheit Scheich Mohammed Bin Raschid Al Maktoum. Leider war der Zugang zum Gelände nicht gestattet, so daß wir nur den Zufahrtsweg und das Tor bewundern konnten. Eine Allee voller Bougenvilla in allen Farben, Pfauen stolzierten über die Straße und vor dem Tor liefen Wachen mit MGs auf und ab. Unn nur ein paar Meter weiter schon wieder Baustellen in Form von nicht fertig gestellter Straßen. Ich hatte so den Eindruck, als habe jeder, der eine neue Bleibe suchte, ganz einfach an irgendeiner Stelle in der Wüste angefangen ein großes Areal einzumauern, in dem er dann seinen Palast baute. So nach und nach wurden dann diese Paläste mit Straßen verbunden - ok, mit Alleen - und das war´s. Der Nächste machte es genauso und daher das in meinen Augen chaotische Bild. Aufgrund dieser Weiten kann man natürlich großzügig planen, und Ecken, die irgendwie "leer" bleiben würden, werden einfach mit einer Parkanlagen "gefüllt". Es ist schwer zu beschreiben, und wenn man es nicht mit eigenen Augen gesehen hat, auch schwer vorstellbar... Die nächste Station war das Dubai-Museum im alten Al Fahidi Fort. Es gab viel alte Tradition zu besichtigen und einen kurzen Film über die Entstehungsgeschichte Dubais und der Vereinigten Arabischen Emirate. Einige traditionell verschleierte Frauen zeigten Stickereihandarbeiten, mit denen Blusen, Mützen, Bänder etc... verschönert werden. Viele Szenen aus dem Leben in der Vergangenheit waren nachgestellt, so daß wir einen groben Eindruck erhielten, wie es "früher" hier war. Wenn ich bedenke, daß es die VAE erst seit ca. 30 Jahren gibt, also alles irgendwie neu ist... es gibt keine mittelalterlichen Bauten, alte Ruinen, ja, Geschichte, wie wir es von Europa kennen. Lange versuchte ich, einen Bildband zu erstehen, doch (aufgrund des ständigen Wandels) war dies nicht möglich. Am Creek verließ uns der Bus und wir überquerten ihn mit den kleinen Wassertaxis. Dicht gedrängt dauerte die Überfahrt nur ein paar Minuten und wir konnten erste Eindrücke von Dubai-bei-Nacht erleben. Wenn man bedenkt, daß der Fahrpreis umgerechnet mal gerrade 0,50 DM betrug pro Person, war das lächerlich wenig. Um uns herum etliche dieser Boote, alle dicht gedrängt mit überwiegend Männern. Frauen sah man hier überhaupt wenig. Weiter ging unsere Wanderung in die Souks. Der Goldsouk war nun geöffnet und voller Menschen. Links und rechts der mit Holz überdachten Gasse glitzerte und leuchtete es um uns herum. In 200 (!!!) Juweliergeschäften - einer dicht neben dem anderen - konnten wir verschiedenen Schmuck bewundern. Vieles war in Rotgold gehalten, wie ihn die Araber tragen. Und die Preise... für so manches Stück hätte man auch ein kleines Einfamilienhaus erwerben können - was mir persönlich dann auch lieber gewesen wäre. Manches würde ich als Kitsch bezeichnen - will sagen, mein Geschmack sind so große mit Edelsteinen überladenen Stücke nicht. Doch es gab auch eine ganze Menge feiner Arbeiten. Verwunderlich war es schon, daß nicht ein einziges Geschäft mit einer Alarmanlage gesichert war. Hier sahen wir dann auch zum erstenmal die Einheimischen, die in Familiengruppen zum Shopping unterwegs waren. Hatte man sich dann entschieden, wurde das Gewünschte auf eine Waage gelegt. Nicht, wie in Deutschland - jedes Teil hat seinen festen Preis - wurde hier nach Gewicht bezahlt - natürlich nicht, ohne zu Handeln!!! |
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