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HongkongTagebuch eines Aussteigers
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Hongkong besteht aus mehreren Inseln. Zu den meisten verkehren regelmäßig Fährschiffe hin. Bei schlechtem Wetter fährt allerdings kein Boot mehr, das ist mir auch einmal passiert. Zwischen Kowloon und Hongkong-Island gibt es sogar einen Tunnel unter dem Meer. Darin befindet sich eine Straße und eine U-Bahn. Das U-Bahnnetz ist sehr gut ausgebaut. Von dem Bezirk Tsim-Sha-Tsui bin ich abends oft am Hafen entlang in Richtung Flugplatz gelaufen. Dort hatte ich einen guten Blick nach Central Hongkong, das ist auf der anderen Seite der Meerenge. Außerdem konnte ich hier Schiffe gut beobachten. Abends kamen auch immer viele Hongkong-Chinesen hierher. In der Stadt habe ich mehrmals mein Hotel gewechselt. Die meiste Zeit war ich in dem berühmt-berüchtigten "Chungking Mansions." Das ist ein altes Hochhaus mit vielen Hinterhöfen im Bezirk Tsim-Sha-Tsui. Dort war es schmutzig aber für Hongkong-Verhältnisse billig. Eine Nacht hat mich dort knapp 10 DM gekostet. Allerdings war es ziemlich gefährlich dort. Während meines Aufenthaltes wurde ein Geschäftsmann in diesem Hotel ermordet und ein getötetes Baby gefunden. Außerdem soll es dort öfters Brände geben. Tagsüber habe ich mich nie in den "Chungking Mansions" aufgehalten, denn da war ich immer unterwegs. Nur zum Duschen und Schlafen bin ich zurückgekehrt. Im folgenden beschreibe ich meine Tagesausflüge, beziehungsweise was ich so besichtigt habe. Mehrmal war ich auf der Hongkong Insel, genannt Central. Dort ist das Finanzzentrum und viele Wolkenkratzer. Es gibt einen kleinen Berg, der Victoria Peak heißt. Um auf den Peak hinaufzukommen, habe ich eine spezielle Bahn benutzt, die steil aufwärts dorthin fährt. Von dem Victoria Peak aus war die Aussicht sehr gut. Es hat sich gelohnt zweimal hierher zu kommen, einmal tagsüber und einmal nachts. Auf der Rückfahrt zu meinem Hotel habe ich einen Doppeldeckercabrio-bus benützt. Natürlich bin ich oben gesessen, dort war es zwar zugig, aber ich konnte die Umgebung gut beobachten. Die Hongkong Insel (Central) bietet auch andere Attraktionen, wie zum Beispiel den Hafen von Aberdeen, dort sind viele Wohnboote zu sehen. Die allermeisten Einheimischen wohnen allerdings in Wolkenkratzern. Ich hatte das Glück während meines Aufenthaltes in Hongkong ein Drachenbootfestival zu besuchen. Es handelt sich hierbei um ein Bootsrennen. Viele Männer rudern in schönen farbenfrohen Booten um die Wette. Jeweils zwei Mannschaften treten gegeneinander an. In einem Boot sitzen jeweils 20 kräftige Ruderer. Auf einer 200 Meter langen Strecke wird ermittelt welche Mannschaft schneller ist. Die Sieger kommen dann in die nächste Ausscheidung. Eine der interessantesten Gebäude in "Central" ist die Bank von China. Dieses Hochhaus ist dreieckig mit einer sehr außergewöhnlichen eckigen Spitze.Viele andere Wolkenkratzer haben ein futuristisches Design, zum Teil mit verschobenen Büroetagen.
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