Sri Lanka - Essen und Trinken

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Reisebericht Sri Lanka Rice and CurryEssen und Trinken Das Nationalgericht der Singhalesen ist Rice und Curry und wird von ihnen täglich mit Begeisterung gegessen. Die Sri Lankische Küche ist leider nicht so vielseitig wie z.B. die thailändische oder indische. Es gibt aber auch viele Traveller, die während ihres Sri Lanka Urlaubes noch nicht einmal mit Rice und Curry in Berührung kamen, denn in den Restaurants vieler Touristenorte hat man sich auf die Essgewohnheiten der Besucher eingestellt und bietet eine reichhaltige Palette von Travellerfood (von Nasi- und Bami-Goreng über Fischgerichte, Pfannkuchen, Fruchtsalate ... bis zu Steak und Pommes). Nach einiger Zeit der Eingewöhnung (auch Oliven schmecken nicht beim ersten Test) haben wir uns inzwischen fast vollständig auf die einheimische Küche umgestellt und essen unser Rice und Curry mit wachsender Begeisterung und mit der rechten Hand, wie es wirklich besser schmeckt als mit dem Löffel (Messer und Gabel sind in diesen Restaurants meist nicht vorhanden).

Das Rice und Curry Mahl läuft etwa so ab: Der Ober bringt die frisch gespülten oder mit einer Frischhaltefolie (spart den Abwasch) überzogenen Teller sowie zwei Glas Wasser mit einer Schüssel. Das Wasser ist nicht nur zum Trinken gedacht sondern man spült damit die rechte Hand über der Schüssel um ein sauberes "Essbesteck" zu haben. Dann kommt ein großer Teller Reis und etwa 3-6 Schälchen Currys mit z.B. Dahl (Linsenbrei), verschiedenen Gemüsecurry aus Kartoffeln, Auberginen, Pepperoni sehr unterschiedlicher Schärfe, Huhn- oder Beefcurrys (alle ziemlich scharf) dazu ein Schälchen mit Knusperzeugs (Cracker aus Linsenmehl, kleine getrocknete Fische und ultrascharfe Chillyschoten) sowie Kokosflocken pur (entschärfen wunderbar) oder mit frischen Kräutern gemischt. Man nimmt sich mit den dazu gereichten Löffeln eine Portion Reis auf den Teller und aus den Schüsseln die Currys, die man gerne mag. Ist der Reis oder ein Curry alle, gibt"s umgehend Nachschlag. Das Stickwort für "genug" heißt "finish". Kopfschüttel oder abwehrende Gesten werden oft als Aufforderung zum Nachfüllen verstanden. Bitte den Teller stets leer essen und nichts in die Schälchen zurückfüllen. Falls diese nämlich nur zum Teil geleert oder garnicht angerührt werden, geht"s zurück in den großen Topf. Auch wenn ein Essen dem anderen optisch ziemlich ähnelt, gibt es geschmacklich doch immer wieder angenehme Überraschungen. Nun wäscht man sich wieder die Hand wie vorher und bekommt zum Abtrocknen eine Serviette (meist Zeitungspapier) Als Dessert werden oft noch kleine sehr schmackhafte Bananen gereicht oder Tee oder Joghurt angeboten.  

Rice und Curry Restaurants heißen meisten "Hotel", obwohl es hier keine Zimmer gibt und sind oft von außen schwer zu erkennen. Meistens steht am Eingang nur eine große Glasvitrine mit Teigspeisen und Kuchen, auf der anderen Seite sitzt der Kassierer in einer Art Kiosk und dazwischen befindet sich der schmale Durchgang ins Restaurant dahinter. Auch wenn es oft etwas schmuddelig aussieht, wir haben nach dem Genuß von Rice und Curry noch nie Probleme mit der Verdauung bekommen. Der Schärfe der Currys ist sicherlich gewöhnungsbedürftig, hält aber sowohl Fliegen als auch Bakterien fern und regt die Verdauung wunderbar an (man spürt sie allerdings am nächsten Morgen nochmal!). Rice und Curry ist das typische Mittagsmahl und wird meist nur von ca. 11.30 bis 14.00 Uhr gereicht.

Unser Lieblingsgetränk in Sri Lanka ist Tee. Einheimische trinken ihn am liebsten mit Milch (Dosenmilch oder aus Milchpulver) und viel Zucker, der heißt dann Milktea. Man bekommt ihn aber auch schwarz (Plaintea). Manchmal wird dem Tee etwas Ingwer beigefügt. Natürlich gibt es auch überall Cola, Fanta, Sprite und Soda (0,2 L ca.15-25 Rupees). Das überall in Plastikflaschen verkaufte Mineralwasser ist ungewöhnlich teuer (40-80 Rupees), wird aber auch nur von Touristen gekauft. Wir nehmen lieber das ebenso gute Club-Soda in Pfandflaschen für 15-20 R. oder für 40 R.in der 1,5 Literflasche. Bier ist in den einfachen Restaurants nicht zu haben, bei einem Flaschenpreis, der einem Tageslohn eines Arbeiters entspricht, könnten es sich sowieso nur Touristen und Reiche leisten und die sieht man nur sehr selten dort. Uns macht es immer viel Spaß in diesen Restaurants zu essen. Man ist oft sofort der Mittelpunkt des Geschehens und wird eifrig umsorgt. Wenn man dann noch mit den Fingern ißt, gibt es manchmal anerkennende Kommentare und Gesprächstoff für einige Zeit.

Zum Frühstück und Abendessen gibt es in den einfachen Restaurants entweder Rottis (aus Reismehl gebackenen große Teigfladen die mit Ei, Gemüse oder Fisch gefüllt und dann zusammengefaltet werden), Stringhoppers (wie dünne zu Nestern zusammengeklebte Spaghetti mit Dahl oder Currysoße) oder Hoppers (Schüsselförmige Teigtaschen aus Reismehl mit Ei oder Soße). Zwischendurch und abends ißt man hauptsächlich kleine Snacks aus frittierten Teigtaschen (ähnlich Frühlingsrollen) mit Gemüse-, Ei-, Fisch- oder Fleischfüllung, z.T. recht scharf. Auch kleine Kuchen sind fast immer zu haben. In vielen Restaurants wird eine ganze Palette dieser Snacks angeboten. Manchmal wird euch auch ein großer gemischter Teller voll hingestellt. Bezahlen braucht man nur, was auch wirklich gegessen wurde.  

Reisebericht Sri Lanka King CoconutEbenfalls an jeder Ecke und das ganze Jahr über gibt es die wunderbar durstlöschenden King-Coconuts. Die orangefarbenen Kokosnüsse werden mit einigen Machetenhieben bearbeitet bis ein kleines Trinkloch entsteht. Sie sind immer randvoll mit glasklarer, leicht süßlich schmeckender Kokosmilch gefüllt. Manchmal kann man sich die Nuß auch spalten lassen und das sehr schmackhafte Kokosmark herauslöffeln. Kostenpunkt: meistens 10 Rupies und damit das gesündeste und preiswerteste Getränk Sri Lankas, hilft auch bei Verdauungsproblemen und ist garantiert immer steril.

Eine der billigsten und überall angebotenen Früchte sind Bananen. Sie sind meist viel kleiner als unserer Euro-Norm Bananen, haben aber viel mehr Geschmack und kosten nur 2-5 Rupies das Stück. Ananas, Mangos und Papayas sind ebenfalls fast immer erhältlich neben einer ganzen Palette von Früchten, die bei uns gänzlich unbekannt sind. Wir probieren immer mal die eine oder andere neue Frucht aus, jeder Marktverkäufer wird euch gerne ihren Geschmack oder die Zubereitung erklären.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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