Laos

      Tagebuch eines Aussteigers

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Martin Paech

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Am 24. September ging die Reise von Thailand aus los. Ich bin mit dem Zug von Bangkok aus über Nacht nach Nong Khai gefahren, das ist die letzte thailändische Stadt an der Grenze. Von dort aus habe ich mich mit einer Fähre über den Mekong Fluß nach Laos übersetzen lassen. Die Farbe des Flusswassers ist hellbraun und sieht so ähnlich aus wie Milchkaffee. Nach etwas langwierigen Paßkontrollen ging es dann mit einem Tuk-Tuk nach Vientiane. Ein Tuk-Tuk ist ein spezielles Taxi mit drei Rädern. Die vordere Hälfte ist ein Motorrad und die hintere Hälfte hat zwei Räder und eine Sitzbank. In der Stadt Vientiane gab es ein paar nicht besonders sehenswürdige Tempel. Von diesen allerdings war der beste Wat Si Saket. Dort sind mehrere tausend verschiedene kleine Buddhafiguren aufgestellt.

Was mich an dieser Stadt als erstes positiv überrascht hat, war der französische Flair. Laos war früher mal eine Kolonie von Frankreich, das heißt als Nachwirkung von damals bekommt man heute noch überall frische knusprige Baguettes. Fast an jedem Tag meiner Reise in Laos gab es daher ein Baguette zum Frühstück, das war eine tolle Abwechslung in meinem Speisezettel. Außerdem gibt es in Vientiane viele Cafés und Bäckereien. Ältere Leute können zudem auch oft französisch reden. Laos war übrigens besonders eng mit der ehemaligen DDR befreundet. Ich habe immer wieder Laotianer getroffen, die längere Zeit, manche sogar Jahre in der ehemaligen DDR verbracht haben. Das war lustig, die sprechen zu hören, denn die hatten einen Dialekt wie die Ostdeutschen.

Laos ReiseberichtLeider habe ich erst in Vientiane erfahren, dass es von der Regierung verboten ist, viele Provinzen von Laos zu bereisen. Zudem dürfen Touristen nicht den Mekong Fluß mit dem Schiff befahren, was mich besonders geärgert hat. Außerdem muss man, wenn man in eine andere Provinz will mit dem Flugzeug fliegen, das kostet dann 150 US Dollar. Für jede Provinz braucht man ein extra Visa, welches 20 US Dollar kostet. Das ist so, weil Laos ein sehr armes Land ist. Auf diese Art und Weise versucht die Regierung, von den Touristen so viel wie möglich Geld abzuzapfen. Ich habe versucht, aus dieser Situation das Beste zu machen und habe daher nur die erlaubten Provinzen bereist. Eine Provinz heißt wie die Hauptstadt auch Vientiane. Von der Stadt Vientiane ging es auf schlechten Straßen 90 Kilometer nördlich nach Thalat. Anschließend zum Ang Nam Ngum See und dort auf eine kleine Insel namens Done Dok Khounkham. Dort war nur ein Restaurant und ein sehr schönes Hotel. Dieses war komplett leer, das heißt ich konnte mir das beste Zimmer aussuchen. Auf dieser Insel habe ich mit meiner Lieblingsbeschäftigung in Laos angefangen, nämlich Schmetterlinge zu beobachten und zu fotografieren.

Es gibt hier viele verschiedene Arten in unterschiedlichen Größen und Farben. Und überall flattern sie herum, so viele wie hier habe ich noch nie gesehen.

Eine Laotianerin hat wohl mein Hobby erkannt und brachte mir eines Tages ein anderes interessantes lebendes Insekt. Dieses Tier war ungefähr 15 Zentimeter lang und so dick wie ein Daumen. Ausgesehen hat es wie ein Tausendfüßler, aber mit nur zirka 20 Paar Beinen und rötlich. Ich hatte dieses Tier schon einmal im Dschungel von Thailand und auf einer abgelegenen Insel in Hongkong gesehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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