Malaysia

      Tagebuch eines Aussteigers

 

   

Reisebericht MalaysiaViele der Läden auf der Insel Penang haben bewaffnetes Wachpersonal, denn es gibt öfter Überfälle von Banditen. Nur auf den Philippinen habe ich noch so viele private Sicherheitskräfte gesehen wie hier in dieser Stadt. Diese Privatpolizisten gab es aber auch in anderen Städten Malaysias.

Nach Penang ging die Reise per Nachtbus weiter nach Kota Bharu und dann anschließend mit einem Fischerboot auf die schöne stille abgelegene Insel P. Perhentian Kecil. Dort gab es viele Eichhörnchen, Geckos, Termitenhügel, Flughunde und leider auch Moskitos. Zudem ein schöner langer Sandstrand und hinter dem Strand Dschungel. In unserer Hotelanlage auf der Insel gab es keinen Strom und kein fließendes Wasser. Nachts bekam somit jeder Gast eine Petroleumlampe in die Hand gedrückt. Zum Duschen musste man sich mit Hilfe eines Eimers und einem langem Seil Wasser aus einem Brunnen holen. Das Essen dort war auch recht einfach, das heißt morgens, mittags und abends gab es Reis.

Was macht man denn so auf einer Insel? Schwimmen, im Dschungel herumlaufen, im Korallenriff schnorcheln, am Sandstrand faulenzen und so weiter und so fort.

Auf der Insel P. Perhentian Kecil wollte ich ursprünglich nur ein paar Tage bleiben um etwas auszuspannen, aber dann kam alles ganz anders. Nach drei Tagen hatte ich genug vom Inselleben. Also wollte ich am vierten Tag mit einem Fischerboot auf das Festland zurück. Aber was passierte in der letzten Nacht? Es kam ein Unwetter auf und es hat die ganze Nacht geregnet und gestürmt. Somit waren die Wellen zu hoch und es lief am nächsten Tag kein Boot aus. Mit zehn amerikanischen Touristen zusammen musste ich im Gästehaus bleiben. Ich weiß nicht, wie oft ich in den nächsten Tagen die Hotelrechnung bezahlt habe. Anschließend meinen Rucksack gepackt hatte und quer über die Insel auf die andere Seite zum Strand gelaufen bin. Dort habe ich dann auf ein Fischerboot gewartet. Jedesmal ist keines da gewesen, da das Wetter wohl noch zu stürmisch war. Also "Kommando zurück!" und wieder im Hotel einchecken. Und dieses Spiel ging unglaubliche 14 Tage lang. Dann war endlich das Unwetter vorbei. Oder besser ausgedrückt, der Monsun legte eine Pause ein. Alle elf Leute haben frohen Mutes das Hotel verlassen. Wir sind gemeinsam zu einem Fischer gelaufen, der ein Boot hatte. Er erklärte uns, das Wetter sei heute gut genug, um mit dem Boot zum Festland zurückzufahren. Aber heute sei leider ein moslemischer Feiertag und er dürfe daher nicht arbeiten. Somit ist die ganze Gruppe wieder in das Hotel zurück. Da war die Stimmung echt mies.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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