Philippinen

      Tagebuch eines Aussteigers

 

 

   

 

Reisebericht Philippinen JeepneyDas erste, was jedem Tourist in Manila wohl auffällt, sind die Jeepneys. Das sind etwas groß geratene und oft chromblitzende Autos. Diese fungieren als Bus. Im Innern so eines Jeepneys geht es eng zu. Man kann diese Jeepneys per Handzeichen überall stoppen. Auf der Frontscheibe des Fahrzeugs ist ein Schild. Darauf ist das Fahrziel angeschrieben. Der Zahlvorgang in so einem Wagen ist außergewöhnlich. Das Fahrgeld wird einfach der Person gegeben, die vor einem sitzt. Dann wandert das Geld durch viele Hände bis zum Fahrer. Der gibt das Wechselgeld auf gleichem Weg zurück. Übrigens, der Fahrer nimmt das Geld an und gibt das Wechselgeld heraus, ohne das Fahrzeug abzustoppen. Zudem hat der Fahrer zum Herausschauen nur ein begrenztes Sichtfeld, da ein großer Teil der Frontscheibe von Aufklebern verdeckt ist. Es ist wirklich verwunderlich, dass ich während meiner ganzen Zeit keinen Autounfall gesehen habe.

An meinem ersten Tag in Manila war ich im Rizal Park. Dort sind viele Springbrunnen und die Anlage ist ziemlich groß. Aufgefallen sind mir die Bettler sowie die armen verschmutzten Straßenkinder.

Schon am zweiten Tag ging die Reise per Bus in das Gebiet Luzon. Die Fahrt führte durch die Städte Santa Rosa und Lagawe nach Banaue. Das hat neun Stunden gedauert. Die Straßen waren oft voll mit Geröll und teilweise überschwemmt. Aber im Vergleich zu den Straßen (oder soll ich doch besser sagen Feldwegen?) in anderen Gebieten waren diese noch einigermaßen gut. An diesem erst zweiten Tag habe ich das eben noch nicht gewusst.

Da Banaue in den kühlen Bergen liegt, war zuerst mal der Kauf eines Pullovers fällig. Das interessante in der Nähe von der Stadt Banaue sind die Reisterrassenfelder der Ifugao  Stämme. Diese Terrassenfelder sind über 2000 Jahre alt und in die Berghänge hineingebaut. Ein Labyrinth von Fußpfaden geht durch diese Felder hindurch. In meinem Reiseführer steht die Länge aller Fußwege zusammen sollen 20.000 Kilometer ergeben. Ob das nicht ein Druckfehler ist?

Von der Stadt Banaue führt eine gut ausgebaute Straße zu einem Berggipfel. Dort ist die Aussicht lohnenswert. Von hier aus kann man entweder die Straße wieder zurücklaufen oder auch die Fußpfade quer durch die Reisfelder benützen. Rate mal, was ich gemacht habe? Von dem Berggipfel aus habe ich natürlich versucht durch die Reisfelder zurück in die Stadt zu laufen. Einen der Einheimischen für ein übertriebenes Honorar als Führer mitnehmen? Wozu? Ausgestattet mit einer sehr guten Karte mit Beschreibung der Umgebung ging es los. Zwei andere Touristen haben mich begleitet. Zuerst ging es lange nur steil abwärts. Dann wurde es etwas komplizierter. In dem Reiseführer stand: drei Reisterrassen abwärts laufen. Dann links 400 Meter weit bis zu einem Baum mit roten Blättern. Dort zwei Reisterrassen hochklettern. Anschließend einem kleinen Bach folgen bis zu  einem großen Stein. Hier wieder vier Terrassenfelder hinunter klettern. Und so weiter und so fort.

Nach einer Stunde haben die zwei anderen Touristen Angst gekriegt, dass wir uns verlaufen. Also sind diese zurückgekehrt. Ich laufe dann alleine weiter. Wieder eine Stunde später habe ich nicht mehr sicher gewusst wie es weitergeht. Also wieder zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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