Man hört zwar auch häufig von den hohen Preisen vor Ort, und das ist auch sicher richtig (z.B. 1 Flasche Sonnencreme = DM 50,-).
Aber da kann man ja vorbauen und entsprechend ausgerüstet anreisen. Nur an den Getränken (z.B. Wasser 1,5 Liter zu DM 8,-) sollte
man nicht sparen, das kann nämlich gesundheitliche Probleme nach sich ziehen. Und der nächste Arzt oder die nächste Apotheke ist
weit. Allerdings hat jede Rezeption bzw. Tauchschule ein ganzes Sortiment gebräuchlicher Medikamente auf Lager, die von ehemaligen
Reisenden zurückgelassen wurden.
Baden
Wie gesagt, der Strand ist einfach traumhaft. Und das Wasser ist wunderbar warm (30°C). Fast jeder Bungalow hat seinen eigenen
Privatstrand, der nur wenige Schritte von der Eingangstür entfernt ist. Besser geht es nicht. Mich persönlich reizen übrigens die
Wasserbungalows auf Stelzen nicht. Sie sind zwar etwas grösser und luxuriöser ausgestattet, haben aber natürlich keinen eigenen Strand
sondern nur eine Leiter in's Wasser.
Tauchen
Von den Tauchgängen auf den Malediven war ich ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht. Wir waren ein Jahr zuvor am Roten Meer und
waren sehr verwöhnt. Die starke Strömung ist gewöhnungsbedürftig und die Sicht war im März auch nicht berauschend. Ausserdem hat
die Korallenbleiche doch sehr stark zugeschlagen.
Der beste Spot in der Nähe von Velidhu ist Maaya Thila. Aber da natürlich nicht jeder Taucher dort Platz hat, werden auch viele
andere, weniger reizvolle Plätze angefahren. Man sollte sich übrigens genügend Luft für's Auftauchen aufheben, am schönsten ist es
nämlich in 5 - 7 m Tiefe auf dem Riffdach.
Eine lustige Sache beim Tauchen sind auch die Japaner: Man weiss ja, dass sie an Land sehr viel fotografieren, aber was die Japaner an
Fotoausrüstung mit unter Wasser geschleppt haben, hätte für Jaques Cousteau, Hans Haas und 10 weitere Tauchprofis gereicht.
Unglaublich!
Hausriff
Die Insel Vellidhu verfügt über ein schönes Hausriff, das sich aber leider nicht um die ganze Insel zieht, sondern nur auf der Seite des
Restaurants / Badestegs richtig gut ist. Abends wird der Badesteg übrigens sehr schön unter Wasser beleuchtet. Ein tolles Ziel für einen
kleinen Verdauungsspaziergang nach dem Abendessen. Wir haben jeden Abend "unseren" Kofferfisch besucht und auch ein Babyhai hat
sich recht häufig gezeigt.
Essen
Das Essen auf Velidhu ist zwar nicht allererste Spitzenklasse, aber doch ziemlich gut und abwechslungsreich. Ein sehr reichhaltiges Buffet
sowie jeden Abend zwei Gerichte, die von zwei Köchen frisch zubereitet werden. Eine Vollpension ist nicht zu empfehlen, da man
Mittags bei der Hitze ohnehin keinen Hunger hat und das gute Frühstück (unterstützt durch einen kleinen Snack am Mittag) bis zum
Abend reicht. Es herrschen übrigens sehr hygienische Verhältnisse, die Küchentür steht immer auf, sodass man gerne einen Blick
hineinwerfen kann.
Freizeitgestaltung
Ausser Baden, Schnorcheln und Tauchen gibt es eigentlich nicht viel. Die ansässige Surfschule hatte beispielsweise während der
gesamten Zeit nur an einem Tag Gäste (ansonsten war der Wind zu wenig). Dennoch kann man es auch als aktiver Mensch sehr gut auf
der Insel aushalten. Durch das warme Wasser ist es kein Problem, einen grossen Teil des Tages im Meer zu verbringen (Eincremen!).
Übringens ist es nicht unbedingt erforderlich, viele Bücher mitzunehmen, da eine kostenlose Bücherei vorhanden ist.
Viel Spass!
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