Transatlantik

      Segeln Tag und Nacht

 

 

   

 

Atlantiküberquerung Atlantik Reisebericht SegelnMit dem Segelboot unterwegs zwischen den Kontinenten: Geboren und wohnhaft im Süden der Lüneburger Heide ist Klaus Momberg überwiegend Landratte. Hier findet Wassersport auf dem Baggersee statt. Doch vom Hochsee-Segelvirus infiziert, zieht es ihn immer wieder auf See.

In seinem Buch Transatlantik - Segeln Tag und Nacht berichtet er von seinen Erlebnisse während drei Atlanktiküberquerungen:

 

Please take my line

Wohlig warm liege ich nach einer langen,  erholsamen Nacht in meiner Koje. Noch leicht benommen in der Aufwachphase, recke ich meine Glieder und sauge die durch das angekippte Luk hereinfächelnde frische Luft tief ein. Die ersten rötlichen Sonnenstrahlen künden einen heiteren, sonnigen Tag an. Der noch zarte Lärm eines aufwachenden Tages vom nahen Festland vermischt sich mit den durch seichtes Auf und Ab entstehenden  Lutsch- und Schmatzgeräuschen des Rumpfes.  Sanft und zufrieden dümpelt die Segelyacht in dem zum offenen Atlantik gut abgeschirmten Hafenbecken.

Wo sind wir? Ach ja, Horta/Azoren. Drei Wochen offene See liegen hinter uns; Tag und Nacht, friedlich und rauh, begeistert, fasziniert, selten missgelaunt. Kontrastprogramm ohne Vorwahlmöglichkeit, deshalb immer spannend. Um nichts in der Welt würde ich jetzt mit der nobelsten Hotelherberge tauschen wollen. 05.00 Uhr morgens,  Körper und Geist müssen sich wohl noch an die ungewohnt langen Schlafintervalle gewöhnen. Leise Stimmen, vorsichtige Schritte über mir unterbrechen meine Gemütsruhe. Ich eile an Deck. Can we moore alongside, please?  Yes of course.

Natürlich laden unsere Fender außenbords schon zum Längsseitsgehen ein. Behutsam werden Leinen und Spring durchgesetzt und belegt, die Fender ausgerichtet. Noch zurückhaltend werden  erste Kontakte geknüpft. Hi. How are you? Where do you come from. Es sind Norweger, so bunt gemischt in Alter und Geschlecht wie ihre Offshore-Kleidung.  Wer hier anlegt, hat einen weiten Seeweg hinter sich.  Informationen über Wind und Wetter, Yacht und Ausrüstung, Woher und Wohin werden ausgetauscht. Neue Bekanntschaften geschlossen. Bis zum Ablegen sieht man sich immer wieder:  Beim Yachtausrüster, im Supermarkt, in Peters Sport Cafe, auf der Promenade, bei der Policia Maritima. Eine Situation, wie sie sich fast in allen Sportboothäfen der Welt abspielen kann und doch nicht austauschbar ist. Jedes Land hat seine Besonderheit, sein Kolorit. Jeder Hafen hat seine Zeit " und dann:   Let`s  go.

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  Copyright © 2002 Verlag Michael Kirchner