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Kakadu Nationalpark, AustralienReisebericht
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Bei Ankunft der Europäer lebten etwa 300.000 Aborigines in Australien. Sie bildeten ca. 500 Völker mit über 200 eigenständigen Sprachen, die untereinander so unterschiedlich waren wie deutsch und chinesisch. Noch heute werden ca. 100 dieser Sprachen gesprochen. Im Kakadu Nationalpark ist die Traumzeit, zu der die australischen Ureinwohner entlang gedachter labyrinthischer Wege, der Traumpfade, durch das Land zogen und singend die Welt erschlossen, noch lebendig. Die Aborigines begreifen die Natur als Ahne der Menschen. Jede Tierart, ein Busch oder auch nur ein Felsen ist ein Vorfahre, der eine Geschichte erzählt. Die Bewahrung der Natur gehört zur unmittelbaren Identität eines Aborigines. Im Verlauf unserer Australienreise werden wir immer wieder damit konfrontiert werden, dass diese Sichtweise in krassem Gegensatz zur Lebensart einer modernen, europäisch geprägten Siedlergesellschaft steht und sich damit auch nicht vereinbaren lässt. Die Aborigines sind in ihrem eigenen Land zu Fremden geworden. |
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