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Coober Pedy, AustralienReisebericht
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Man lebt hier vorzugsweise unterirdisch. Das rötliche Gestein hält Hitze und Staub zuverlässig ab. Crocodile Harry lässt sich in seiner geräumigen, in den Fels gehauenen Wohnhöhle gerne besuchen. Er selber gibt sein Alter mit 75 an, im Ort hören wir, er sei bereits in den 80ern. Verblichene Fotografien zeigen einen athletischen jungen Harry in Siegerpose neben einem ganzen Stapel erlegter Krokodile. Dessous in allen Farben und Größen zieren Wände und Möbelstücke und erinnern daran, dass Harry nicht nur als Miner und Krokodiljäger ein ganzer Kerl war. Wir fühlen uns wohl in dieser Stadt, wo sich ein Großteil des Lebens unter der Erde abspielt und wo ein Hauch von Abenteurertum noch immer in der heissen, staubigen Luft liegt. Gewissermassen sind wir auch angekommen, zum zweiten Mal seit wir unterwegs sind. Unmerklich beginnt sich unser Reiserhythmus zu verändern, das Bedürfnis nach Planung verschwindet immer mehr. Wir lassen uns treiben, sind unterwegs, kommen an, fahren wieder los. Vor uns liegt eine Fahrt über Hunderte von Kilometern Schotterpiste, vorbei am legendären Salzsee Lake Eyre, der gerade jetzt mit Wasser gefüllt ist, was nur zwei- bis dreimal in jedem Jahrhundert vorkommt. Und dann? Wir werden sehen. |
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