Coober Pedy, Australien

      Reisebericht

 

 

   

Reisebericht Australien1915 wurde in Coober Pedy vergeblich nach Gold gesucht, aber Opal gefunden. In den 60er Jahren wuchs die Minenstadt rapide, und heute gibt es  in der 3.500 Einwohner zählenden Kleinstadt mitten im australischen Outback die bedeutendsten Opalminen der Welt. Menschen aus 45 verschiedenen Nationen hat die Hoffnung auf Glück und Reichtum hierher verschlagen. Viele der Glücksritter und Abenteurer sind hier sesshaft geworden. Stefan kam vor über 40 Jahren aus Ungarn hierher, schürft seitdem nach Opalen und verwandelt Schrott in Kunst. Eigentlich wollte er Arzt werden.

Man lebt hier vorzugsweise unterirdisch. Das rötliche Gestein hält Hitze und Staub zuverlässig ab. Crocodile Harry lässt sich in seiner geräumigen, in den Fels gehauenen Wohnhöhle gerne besuchen.  Er selber gibt sein Alter mit 75 an, im Ort hören wir, er sei bereits in den 80ern. Verblichene Fotografien zeigen einen athletischen jungen Harry in Siegerpose neben einem ganzen Stapel erlegter Krokodile. Dessous in allen Farben und Größen zieren  Wände und Möbelstücke und erinnern daran, dass Harry nicht nur als Miner und Krokodiljäger ein ganzer Kerl war.

Wir fühlen uns wohl in dieser Stadt, wo sich ein Großteil des Lebens unter der Erde abspielt und wo ein Hauch von Abenteurertum noch immer in der heissen, staubigen Luft liegt.

Gewissermassen sind wir auch angekommen, zum zweiten Mal seit wir unterwegs sind. Unmerklich beginnt sich unser Reiserhythmus zu verändern, das Bedürfnis nach Planung verschwindet immer mehr. Wir lassen uns treiben, sind unterwegs, kommen an, fahren wieder los.

Vor uns liegt eine Fahrt über Hunderte von Kilometern Schotterpiste, vorbei am legendären Salzsee Lake Eyre, der gerade jetzt mit Wasser gefüllt ist, was nur zwei- bis dreimal in jedem Jahrhundert vorkommt. Und dann? Wir werden sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gesamt-
übersicht

 

 Übersicht
Australien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Copyright © 2002 andere-laender.de