Great Ocean Road, Australien

      Reisebericht

 

   

 Reisebericht AustralienRalfs Wunsch hat sich erfüllt. Wir fahren die Küstenlinie der Great Ocean Road bei heftigem Regen und Sturm entlang. So, hatten wir gehört, sollen die 400 km zwischen Geelong und Nelson, die zu den schönsten Küstenpanoramen der Welt zählen, am beeindruckendsten sein. Die Serpentinenstraße windet sich landeinwärts zwischen sanften Hügeln und zum Meer hin entlang fast senkrecht abfallender Klippen. Vor der Küste liegende Wracks erzählen Geschichten vom Kampf gegen Wind und Wellen und beweisen, dass es nicht nur heute stürmisch ist.

Einer der Höhepunkte: Die 12 Apostel, einzelne, aus dem Meer ragende, von der Brandung umtoste Felsnadeln, die letzten Überreste einer Küstenlinie. "Sow and Piglets" hiessen sie früher, bis sie zu Aposteln wurden, deren Kampf gegen die unaufhörlich anrollenden Wogen letztlich vergeblich sein wird.

Immer wieder stoppen wir an Lookouts, lassen uns vom peitschenden Wind vorwärtstreiben, blicken in die Tiefe und verzichten auf Worte, die gegen die Natur hier nicht ankommen könnten. "Where the sea makes a noise" ist die treffende Bezeichnung in einem unserer Prospekte.  

Ein Teil der Strecke bleibt für morgen, wir finden eine Unterkunft direkt am über die Ufer getretenen Cumberland River. Wir drehen die Heizung höher, öffnen eine Dose baked beanes und verarbeiten die Eindrücke des heutigen Tages mit unseren Tagebüchern. Nur noch wenige Seiten der dicken Hefte, die wir von zu Hause mitgebracht haben, sind weiss, wir brauchen bald neue. Die Zeit bleibt nicht stehen. Noch liegt mehr als die Hälfte vor uns.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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