Nimbin, Australien

      Reisebericht

 

 

   

Reisebericht AustralienHeute sind wir fast 30 Jahre in die Vergangenheit zurückgefahren, nach Nimbin, die "Hippy-Town" im Hinterland der Ostküste von New South Wales.

1973 strömten 10.000 Besucherinnen und Besucher zu einem in Australien längst legendären Aquarius-Festival in und um die kleine Gemeinde Nimbin zusammen. Unmittelbar danach erhöhte sich die Einwohnerzahl des 350-Seelen-Dorfes zunächst sprunghaft und pendelte sich später bei immerhin 700 ein. Einige der damals Zugezogenen blieben dauerhaft und leben heute als Museums- oder Kneipenbesitzer von der Nostalgie der in die Jahre gekommenen und der Neugier der jungen Besucher. Tag für Tag machen die Oz-Experience-Busse hier halt, und die Straßen und Plätze füllen sich für ein paar Stunden. Auch uns hat ein bunter Prospekt mit Bildchen zur "living alternative" in Nimbin hierher gelockt.

Wir schlendern durch das belebte Städtchen, vorbei an bunten Häuserfassaden und bemalten VW-Bussen. Cafés im Stil der 70er laden ein, wir sitzen draussen und sehen den vorbeiflanierenden Frauen und Männern in wallenden bunten Gewändern und klimpernden Ketten zu. Die Zeit scheint hier vor vielen Jahren stehengeblieben zu sein, nur die Gesichter sind älter geworden. Das Nimbin-Museum beherbergt auf engem Raum eine kunterbunte Sammlung aus Ideologien, Musik und Mode der Hippie-Zeit. Selbst der Eintrittspreis hat mit der Entwicklung nicht ganz Schritt gehalten. $ 2 sind erwünscht, "if you can... but go in anyway".

Der auf diesen kleinen Ort beschränkte und unausweichlich zum Scheitern verurteilte Versuch, die Zeit anzuhalten, ruft eine seltsame Stimmung hervor. Wir fahren nach ein paar Stunden nicht ungern in die Gegenwart zurück.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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