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Santiago de ChileReisebericht
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Wir besuchen das Haus Pablo Nerudas, "La Chascona" heisst es, Lockenköpfchen, zu Ehren Mathildes, der dritten Ehefrau des Poeten. Neruda war Dichter und Konsul, Senator der kommunistischen Partei, Freund und Unterstützer Salvador Allendes. Im September 1973 starb er wenige Tage nach der Machtergreifung der Pinochet-Junta, am Krebs, vielleicht auch am Schmerz über die Verbrechen an seinem Land. Seine Beisetzung war zugleich Protestmarsch gegen den Terror. Das von außen unscheinbare, im innern kunstvoll gestaltete Haus zeigt viel über den Dichter, den Politiker, den Menschen Pablo Neruda. Dieser Mensch ist gerne gereist und hat Schätze aus aller Welt zusammengetragen, er hat gelesen und geschrieben, mit Freunden gegessen und getrunken, geliebt und gelitten. Das Haus spricht zu uns: Auf das Leben kommt es an. Und auf die Schönheit. Auf die Schönheit des Lebens.
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