Santiago de Chile - eine Metropole der Kontraste

      Reisebericht

 

 

   

  

Santiago, die Dame am Check-In Schalter von British Airways kaute das Wort wie "Sän-tii-ei-gou" ist die südlichste Metropole entlang der Anden mit etwa 6 Millionen Einwohnern. Inzwischen so verkehrsreich, dass zwei Endziffern der Autokennzeichen pro Wochentag nicht fahren dürfen, um dem Smog vorzubeugen. Jeden Winter herrscht Smogalarm und es gilt ein verschärfteres Fahrverbot. Jetzt im Sommer, in der Ferienzeit, ist es weniger schlimm. Verantwortlich für die Abgase sind vor allem die zahlreichen Busse, Micros genannt. Obwohl das preisgünstigste, schnellste und effektivste Verkehrsmittel ist die Metro, die in Ost-West-Richtung vom Stadtteil Las Condes mit dem Sitz der meisten Botschaften, Büros der Fluggesellschaften und multinationalen Konzerne bis SanPablo im  Stadtteil Pudahuel fährt. In Baquedano zweigt eine Linie nach Süden bis LaFlorida ab und von Mapocho am gleichnamigen Fluss kreuzt eine weitere Linie in Nord-Süd-Richtung die Hauptbahn entlang der Alameda bei der Station Los Heroes.

SantiagoDoch Santiago erkundet man am besten zu Fuß. Die Fußgängerzone Paseo Ahumada im Zentrum ist immer sehr belebt und geschäftig. Zwei Parallelstrassen weiter kann man den Palacio de la Moneda, früher der Sitz des Präsidenten und davor den Plaza de la Libertad mit der Grabstätte des Befreiers General O`Higgins sehen, mit dem Chile 1818 seine Unabhängigkeit erlangte. Am Ende der Paseo Ahumada, am Plaza de Armas ist jeden Sonntag ein Platzkonzert, dazu werden Böllerschüsse abgefeuert und Trompetenfanfaren geblasen. Die Kathedrale Metropolitana, 1745 von Joaquim Toesca erbaut und das Historische Nationalmuseum beim Plaza lohnen einen Blick hinein: der Altar der Hl. Teresa de los Andes ist mit Blumen und Kerzengaben vieler gläubiger Bittsteller überhäuft. Das Museum zeigt einen Rundgang durch die Geschichte von den Seefahrern Kolumbus und Magellan bis zur Gründung des Reiches am Rio de la Plata, der republikanischen Phase mit Präsident José Manuel Balmaceda, sowie eine Postkutsche des letzten Monarchen Marco del Port. Weiter läuft man zum Rio Mapocho und endet am Markt. In der ersten Markthalle, einem kolonialen Bau mit einem Turm und zwei Aufbauten mit doppeltem Satteldach ist der Fischmarkt, wo man von Lachs über Muscheln bis Congrio, Vieja und Merluza alles kaufen und auch in diversen kleinen Restaurants essen kann. In den anderen Markthallen ist das Angebot bunt gemischt von Früchten, Pfirsich, Kirsche, Pflaume, Erdbeere, Melone, Banane über Gemüse, Gurken, Zwiebeln, Karotten, Kartoffeln, Salat, Bohnen, Chili, Rote Beete bis zu Haushaltswaren Seife, Waschpulver, Nähgarn, Besen und Christbaumkugeln, sowie weiteren Imbissständen.

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