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Santiago de Chile - eine Metropole der KontrasteReisebericht Teil 2
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Beim Parque Metropolitana findet man das Haus Pablo Nerudas, La Chascona (Struppelkopf) genannt, weil er es 1953 für seine dritte Ehefrau Matilda Urrutia gebaut hat. Das Haus gleicht einem Schiff auf zwei Etagen mit einem Leuchtturm dazwischen. Matilda bewohnte dieses Haus bis 1973,dem Tod Pablo Nerudas. Er starb mit 69 Jahren an Prostatakrebs, 14 Tage nach dem Putsch unter Pinochet. Die Totenwache wurde im Leuchtturm, dem mittleren Teil der Gebäude abgehalten. Dort ist auch seine Frau Matilda, im Volkesmund wegen ihres roten, wallenden Haares Medusa genannt vom mexikanischen Maler Diego Rivero verewigt zu sehen. Die Führung beginnt damit, seine Bar zu zeigen, ein Aspekt aus seinem vielfältigen Leben, Neruda der Unterhalter eines großen Freundeskreises aus aller Welt. Mit orginalem Mobilar aus den 50ern ist das Eß- und Schlafzimmer ausgestattet. Aus einem Fenster blickt man auf Nerudas Wagen, ein 66er Citroen. Die Räume sind vollgestopft mit Gallionsfiguren, antiken Glasflaschen, Seemuscheln, Schmetterlingen und Mitbringseln aus aller Welt. Ebenso in seinen beiden anderen Häusern in Valparaiso und Isla Negra. Neruda war unter anderem Konsul in Indonesien und Botschafter in Frankreich. Im obersten Raum befindet sich das Arbeitszimmer und eine Bibliothek mit einem Teil seiner 5000 Bücher, darunter sehr wertvolle, wie die vollständige Erstausgabe einer Enzyklopädie in schwedischer Sprache. Neruda sprach sieben Sprachen, spanisch, englisch, französisch, portugiesisch, etwas italienisch, holländisch und russisch. Das Orginal seines 1971 verliehenen Literatur-Nobelpreises kann man hier besichtigen. Ebenso von Stalin selbst verliehene Ehrenmedaillien in Silber und Gold. Neruda veröffentlicht 47 Werke, das bekannteste davon Canto General.
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