Lesbos

Reisebericht

  

  

  

  

 

Wie auf allen griechischen Inseln auch hier zu empfehlen: Diese Führer sind sehr ausführlich und hilfreich, manchmal ist jeder Strauch beschrieben. Eigentlich haben sie nur einen Nachteil: Fast jeder läuft damit herum. Da aber so viele Einzelheiten verzeichnet sind, kann es trotzdem recht häufig passieren, daß man der einzige Besucher an einer beschriebenen Stelle ist.

Die meisten Touristen auf Lesbos sind in der Gegend um Molivos (heißt auch Mithimna) anzutreffen.

Lesbos Reisebericht ReiseführerSchön ist in Molivos natürlich die Altstadt unterhalb der Burg. Die Restaurantpreise sind durchweg akzeptabel. Am besten gegessen haben wir im dem Restaurant The Captain's Table im Hafen von Molivos. Dort kehren auch die Griechen gerne ein. Ein Riesenteller mit Scampi mit einer phantastischen Soße war dort für etwa DM 8,- zu haben. (Anmerkung: Mittlerweile habe ich von mehreren Lesern gemeldet bekommen, dass die Qualität des Essens stark nachgelassen hat).

Eine weitere Möglichkeit gut zu essen ist eine Fahrt nach Skala Sikamimeas (auf der Schotterpiste von Molivos am Strand entlang oder auf der asphaltierten, aber erheblich weiteren Route über Stipsi). Außerdem ist die Fahrt auch per Schiff zu buchen.

Skala Sikamineas ist ein kleines romantisches Fischerdörfchen mit sehr guten Tavernen direkt im kleinen Hafen. So guten gegrillten Fisch haben wir selten gegessen (In Erinnerung geblieben ist mir noch Red Mullet und Big Snapper (was immer das auf Deutsch auch heißt).

Lesbos Reisebericht ReiseführerZu den Pflicht-Ausflügen gehört ein Besuch im versteinerten Wald in der Nähe von Sigri. Die vielen versteinerten Bäume in den verschiedensten Farben sind schon sehenswert. Den Besuch sollte man aber besser auf einen nicht ganz so heißen Tag legen, damit man nicht schon nach der Hälfte des Rundgangs schlapp macht. Der versteinerte Wald liegt nämlich in einem felsigen und kargen Gebiet. Schattenspendende Bäume gibt es nicht.

Ein weiterer Tagesausflug ist die Fahrt in den Südosten der Insel. Die Fahrt von Agiassos nach Plomari sieht auf der Karte recht kurz aus. Da es sich aber um Schotterpisten handelt, zieht sich der Weg ewig hin. Außerdem ist er nicht besonders gut ausgeschildert, so daß wir froh waren, bei Megalochori wieder auf befestigte Straßen zu kommen.

In Plomari sollte man unbedingt eine der Ouzo-Brennereien besuchen und auch etwas Ouzo mitnehmen. Er schmeckt um Längen besser als der übliche Export-Ouzo, den man bei uns oder in den Duty-Free Shops der Flughäfen bekommt. Im Flughafen von Lesbos gibt es ohnehin keinen Duty-Free Shop.

Ebenfalls eine Fahrt wert ist die Hauptstadt der Insel. Mytilini ist eine verkehrsreiche pulsierende Stadt, die von Touristen wenig besucht wird. Trotzdem gibt es aber einige Sehenswürdigkeiten, z.B. die sehr interessante Einkaufsstraße oder die Freiheitsstatue im Hafen.

Auf der Fahrt nach Mytilini (bzw. auf der Rückfahrt) bietet sich ein Besuch der beiden römischen Viadukte an.

Wenn man in der Nähe von Kalloni ist, ist der Besuch des Klosters Limonos ein wirklich guter Tip. Im hinteren Teil ist ein sehr idyllischer Garten angelegt, in dem die unterschiedlichsten Tiere ihr neues Zuhause gefunden haben. Man fühlt sich fast wie im Paradies. Außerdem ist ein interessantes Museum zu besichtigen.

Die heißen Quellen von Lesbos sind eher dürftig und kein Vergleich mit der wirklich phantastischen heißen Quelle auf Kos.

Kommentar von Dieter Kossmann:

Mit Freuden habe ich Ihren interessanten Reisebericht über Lesvos gelesen, ist es doch meine Lieblingsinsel. Zwei Punkte allerdings sind mir aufgefallen: Der Flughafen von Lesvos hat einen Duty-free-Shop, wenn auch nur einen kleinen. Und das Lokal 'The captain's table' ist eines der beiden'ungriechischsten' in Molyvos. Vielleicht war das ja mal anders...

Gruß, Dieter Kossmann

 


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