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IndienTrekkingtour von Gangotri zur Gangesquelle nach GaumukhReisebericht Teil 1 |
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Aber was für ein Raum!!! Drei Holzpritschen mit seit Jahren nicht mehr gewaschenen Decken, in einem dunklen, tropfenden Kellerloch direkt neben dem tosenden Ganges. Dazu eine Toilette, bei der man Angst hat, die Hosen herunterzulassen. Aber egal. Ist ja nur für eine Nacht. Im Schein einer Öllampe sortieren wir uns und planen den kommenden Tag. Unser Trio beschließt, gemeinsam die Trekking " Tour zu unternehmen. Im Gegensatz zum Vorgebirge ist es hier bitterkalt und wir kriechen in Klamotten in den Schlafsack. Am nächsten Morgen brechen wir nach einem kleinen Frühstück mit Chay und Chapati (Fladenbrot) zu der 14km langen Wanderung auf. Ein schmaler Gebirgspfad führt am Bhagirata vorbei, wie der Ganges bis Gangotri heißt. Erst ab dem Passieren eines der Göttin Ganga geweihten Tempel in Gangotri wird der Bhagirata zum Ganges. Der reißende Gebirgsfluss fließt tief unter uns dahin; über uns befinden sich steile Berge und bedrohliche Gesteinsmassen. Der Himmel ist grau und es fängt leicht zu regnen an. Bei einem Chay " Shop auf dem Weg machen wir eine kleine Rast. Weiter geht es vorbei an kleinen Tempeln und über behelfsmäßige Bretterbrücken, die über Seitenbäche des Bhagirata führen. Wegen des schlechten Wetters wirkt die Landschaft ziemlich trostlos. Der Baumbewuchs der Hänge nimmt ab, je höher wir kommen. Schließlich überschreiten Basti, Shaket und ich die Baumgrenze. Wir können keinen einzigen schneebedeckten Gipfel sehen und sind gefrustet. Die Höhenluft schlägt auf die Kondition und wir sind froh, als wir den kleinen Ort Bhojbasa auf 3800m Höhe erreichen. Das Bergdorf besteht aus einigen Teebuden, einem Ashram, einem heruntergekommenen Touristenhotel, einer Pilgerherberge und einigen wenigen Häusern. Wir entscheiden uns für die billige Pilgerherberge. Wieder drei Holzpritschen, dreckige Decken und das ekelhafteste Klo Indiens. Aber wenigstens dringt Tageslicht durch die Fenster und das Dach ist dicht. Außerdem sind wir nicht alleine: Unter den Pritschen haben es sich ein paar Mäuse gemütlich gemacht". Auf Tee und Thali (indisches Nationalgericht mit Reis, mehreren Currys, Chapati und Joghurt) stürzen wir uns wie hungrige Tiere. Im Gebirge ist alles etwas teurer, da alles aus Gangotri zur Fuß getragen werden muss. Die Träger haben wir schon auf dem Weg gesehen und auf gewisse Weise auch bemitleidet. Tagein Tagaus laufen sie den 14 km langen Weg und schleppen Reis, Geschirr, Kocher und Kerosin die Berge hinauf. Und wenn dann mal eine Wasserleitung gelegt werden soll, tragen die Männer eben Wasserrohre. Ein Träger schafft die Strecke vier mal am Tag. Sechs Tage die Woche 56 km laufen!!! Ein echter Knochenjob und ein monotoner dazu. Nach einer bitterkalten Nacht starten Shaket und ich nach Gaumukh, der Quelle des Bhagirata. Basti muss zurückbleiben, da er Probleme mit der Höhenluft hat und ein weiterer Aufstieg zu gefährlich wäre. Wir bezahlen einen Dorfbewohner, der uns den ganzen Tag begleiten und über den Gletscher führen wird. Der Weg nach Gaumukh ist felsig. Das ewige Auf und Ab macht uns fertig. Endlich passieren wir die 4000m " Höhenmarkierung und erreichen Gaumukh. Uns offenbart sich ein atemberaubendes Bild. Aufgrund einer Talengstelle kann sich der Gletscher nicht weiter ins Tal schieben. Aus riesigen Höhlen im Eis fließt geschmolzenes Wasser, - der Bhagirata / Ganges.
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