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Lake Toba, Nord - SumatraReisebericht
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Abends bringt der Künstler den Stock sorgfältig und liebevoll eingepackt vorbei. Wir haben uns auf einen Preis geeinigt, der ziemlich genau zwischen dem ursprünglich geforderten Preis und unserem ersten Angebot liegt. Wir trinken auf den Verkaufsabschluss ein "bintang" zusammen und Kim erzählt. Slowly, slowly ist seine Devise. Tun, was man gerne tut, aber nicht zuviel davon und nicht zu schnell. Seit er eine Frau und eine wachsende Kinderschar zu versorgen habe und die Mutter nicht mehr arbeiten, aber noch wie ein Pferd essen könne, sei es schwieriger geworden. Die Einnahmen reichen gerade so zum Leben, Schulgeld und Schulkleidung für die Kinder sind eine große Belastung. Meistens bleibt er dennoch standhaft bei seiner Devise. Kim liebt seine Arbeit und möchte nirgendwo anders sein. Einmal im Jahr reist er über Java nach Bali, dort sind mehr Besucher, dort bekommt er bessere Preise. Wie es ist, wollen wir wissen. Nicht so schön wie hier, hektischer, lauter und voller. Nirgendwo kann es sein wie am Lake Toba, diesem großen, von fruchtbarem Hochland und kleinen Dörfern umgebenen Kratersee, dessen Reiz auch Aussteiger aus aller Welt erkannt haben. Nach dem Bier, es ist noch früh am Abend, verabschiedet sich Kim von uns. Ein zweites Bier lehnt er dankend ab. Slowly, slowly.
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