Sumatra

      Reisebericht

 

 

   

 

SumatraSumatra ist die fünftgrößte Insel der Erde und weniger touristisch als seine Nachbarn Java oder Bali. Man trifft hier vor allem Holländer, die die Insel auf den Spuren der Kolonisatoren verfolgen.

Highlight in Sumatra ist das Rehabilitationszentrum für Orang Utans, die in der Zivilisation aufgewachsen sind und sich nun wieder an den Urwald gewöhnen sollen. Bukit Lawang erreicht man in drei Stunden mit dem Bus von Medan aus und zwei Mal am Tag kann man die zur Fütterung kommenden Orang Utans bestaunen. Außerdem werden von dort aus Dschungelwanderungen zwischen einem und mehreren Tagen angeboten. Obwohl ich schon andere Dschungelwanderungen gemacht habe, war dieser Ein-Tages-Trip durch den Gunung Leuser Nationalpark doch ein unvergessliches Ereignis. Zum einen wegen der schönen Ausblicke von den Bergen aus, zum anderen durch die vielen Affen, die sich über die Baumgipfel bis in unsere Nähe hangelten, wo wir an einem Fluss rasteten. Auf dem Fluss Bohorok, der durch Bukit Lawang fließt, konnte man sich auf einem Schlauch lange treiben lassen.

Von Bukit Lawang aus fuhr ich mit einem Amerikaner, den ich kennengelernt hatte, nach Berastagi, wo wir mit einer indonesichen Führerin den niedrigeren der beiden Vulkane bestiegen. Sie lief in Badelatschen, während wir unsere stabilen Trekking-Schuhe anhatten. Als wir von den Reisfeldern in den Dschungel kamen, bat sie mich um eine Zigarette. Sie nahm ein Stöckchen, spaltete es, steckte meine Zigarette hinein, zündete sie an und steckte sie in den Boden. „Für die Waldgeister“, meinte sie. Nach mehreren Stunden anstrengenden Aufstieges kamen wir am Kraterrand an und hatten einen herrlichen Blick auf die Schwefelfelder und die umliegende Region.

Dann ging es weiter in den Süden zum Lake Toba. Unterwegs kamen wir am Sipiso-piso-Wasserfall vorbei. Am Lake Toga lebt das christliche Batak-Volk. Er ist doppelt so groß wie der Bodensee und soll durch eine Vulkanexplosion vor 75 000 Jahren entstanden sein. Im bekannten Tuk Tuk auf der Insel Samosir mietete ich mich in einem wunderschönen Zimmer ein und entspannte ein paar Tage Doppelkopf spielend mit anderen Deutschen. Was mir hier auffiel, waren die indonesischen hübschen Jungs, die auf alleinreisende Travellerinnen warteten, um sich ihnen anzuschließen.

Vom Lake Toba aus, fuhr ich ins Hochland von West-Sumatra, nach Bukittingi, zum Volk der Minangkabau, einem der wenigen matriarchalisch organisierten Völker der Erde. Obwohl sie streng muslimisch sind, gehört hier der Besitz den Frauen. Eine patente gut Englisch sprechende Minangkabau-Frau führte uns durch ihr Dorf, das hauptsächlich aus Langhäusern bestand. In einem Langhaus leben mehrere Familien. Sie stehen auf Pfählen, zwischen denen sich die Schweine suhlen. Geckos, die hier als Glücksbringer zählen, zieren die Häuserwände.

Der weniger von Touristen aufgesuchte Lake Maninjau bildete den Abschluss meiner Sumatra-Reise. Dort war am Guesthouse ein Seil angebracht, an dem man sich ins Wasser schwingen konnte, was großen Spaß bereitete. Außerdem machte ich eine Tagestour mit, bei der wir an Wasserbüffeln vorbei durch Reisfelder und Plantagen gingen und die diversen angebauten Früchte und Gewürze wie zum Beispiel Zimt kennenlernten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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