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Mit dem Fahrrad über die Alpen (ca. 500 km / 7500 Höhenmeter)Reisebericht Teil 2 |
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5. Tag: Mittewald " Pederühütte ca.70 km / 1100 hm
Kurz runter nach St. Vigil nahmen wir bei bereits langsam eintretender Dämmerung auch die etwa 350hm flache Straße zur Pederühütte mit. 27 Euro waren zuviel; also schlugen wir unser Zelt im Dunkeln ein Stück unterhalb der Pederühütte auf. Die erste regenlose Nacht folgte.
6. Tag: Pederühütte " Pralongia ca. 25 km / 1400hm Extrem schön und extrem anstrengend. Über steile 630hm Schotterstraße und Schmiddies und Kahlis Schiebeabstecher erklommen wir bei leichten Wolken das Limojoch. Gestärkt durch Wiener Schnitzel und Kaiserschmarrn nahmen wir also auch noch das letzte zu steile Schiebestück in Kauf (über 14%). Obwohl die Umgebung bereits zuvor nicht allzu übel aussah, wurde es mit der sanften Abfahrt und der unebenen Weiterfahrt auf Wanderwegen durch das Fanestal noch besser. Nicht umsonst wird dieser Streckenabschnitt als eine der schönsten Mountainbikerouten der ganzen Alpen gepriesen. Auf über 2000hm Höhe ging es also vorbei an Felstürmen à la dolomiti bis zum Aussichtspunkt col locia, von dem aus uns sofort unser nächster Campingplatz ins Auge sprang. Über eine extrem steile Trage- und Schiebepassage verabschiedeten wir uns vom Fanesgebirge und fuhren ab bis St. Kassian. Dann folgten noch mal steile 550hm Schotterweg auf die auenländische Pralongia; ein Grashügel mitten in den Dolomiten. Oben angekommen bauten wir unser Zelt in Lift- und Hüttennähe auf 2150m Meerhöhe auf und genossen den 360°-Blick auf den Marmolatagletscher, das Fanesgebirge, den Sellastock etc., also eigentlich nur die spektakulärsten Gebirgsteile der langweiligen Dolomiten. Hammer!
7. Tag: Pralongia " Obereggen ca. 60 km / 800 hm
Anstatt dessen schoben und fuhren wir den vielbesuchten Bindelweg vor der Kulisse der gletscher- und wolkenbedeckten Marmolata (dem höchsten Berg der Dolomiten) und des Fedaiasees entlang. Rechts Gras- und Felshügel 200m über sich und links ein steiler Grasabhang, rollten wir wenn möglich den hügeligen Wanderpfad entlang. Am Pordoipass mündeten wir dann in die Hauptstraße und genossen die serpentinenhaltige Abfahrt weit runter bis Canazei. Nach einigen Kilometern durchs Fassatal bogen wir bei Vigo ab und folgten einer weiteren Straße bis hinauf zum Karerpass, der die Gebirgsketten Latemar und Rosengarten voneinander trennt, wobei Zweitgenannte leider großteils wolkenbedeckt war. Teilweise über Schotterwege ging es am Karersee vorbei bergab (zwischendurch regnete es) und dann wieder bergauf nach Obereggen, wo wir dann aufgrund der fortgeschrittenen Dämmerungsphase unser Zelt zwangsaufbauen mussten.
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