Berge können nicht Kanu fahren

      Reisebericht aus dem kanadischen Yukon Territorium

Dieser Reisebericht wird Ihnen präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:

Berthold Baumann

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No free beer with a gas fill

In Dawson City hatte ich dieses Mal keine richtige Lust auf Party. Ausführliche Säuberungsaktionen und hier und da ein bisschen gucken. Okay, noch mal eben ins Midnight Sun. Immerhin hatte ich zum ersten Mal am nächsten Morgen in Dawson keine Kopfschmerzen. Ich ging ins Visitor Center des Nordwest Territoriums - Inuvik und die Hälfte des Dempsters gehören dazu. Die Mädels waren gut drauf. Ich sollte irgend etwas über den Dempster ins Gästebuch schreiben, ruhig auf deutsch. Da steht jetzt folgendes drin: "Der Dempster ist halb so wild. Man muss nur schnell genug fahren, damit die Steine keine Zeit haben die Reifen aufzuschlitzen."

Und weiter gen Norden auf einem Highway, den die Amis in all ihrer Bescheidenheit "Top of the world highway" nannten. Auch hier wieder traumhafte Aussichten bei sonnigem Wetter. Direkt hinter der alaskanischen Grenze hatte Pia starken Durst. An der Tanke spielte sich folgender Dialog zwischen mir und dem Tankwart ab:

T: "There is a free coffee with a gas fill".

B: "I don't drink any coffee!"

T: "Every German drinks coffee."

B: "No, every German drinks beer."

T: "No free beer with a gas fill!"

Schade eigentlich.

 

Froze to death

Noch zu meiner kurzen Atlinvisite. Der Friedhof dort ist einsame Spitze. Viele alte Holzkreuzgräber mit "witzigen" Inschriften wie "an einer Schusswunde gestorben, nachdem er irrtümlich für einen Bären gehalten wurde" oder "schaffte den Trail nicht und erfror leider".

 

 

Diese und viele weitere Geschichten finden in dem Buch
Berge können nicht Kanu fahren von Berthold Baumann

 

Mehr als fünf Monate reiste Berthold Baumann mit Bus, Bahn, Auto, aber vor allem mit dem Kanu sowie zu Fuß kreuz und quer durch die Wildnis des Yukon Territoriums in Kanadas Nordwesten. Heiter-ironisch und mit knorrigen Kommentaren versehen, schildert er äußerst lebhaft seine Eindrücke von Land und Leuten. Spannende Erzählungen von abenteuerlichen Begegnungen mit Bären, Wölfen und Elchen, einsamen Kanufahrten fernab jedweder Zivilisation und schweißtreibenden Wanderungen in den entlegensten Regionen wechseln sich mit witzigen Begebenheiten ab, wie etwa dem nächtlichen Kampf mit einer Mäusehorde im Auto.

Erleben Sie mit, wie der Autor mehr oder weniger durch Zufall, an ein Grundstück und eine Hütte kommt- wobei die beiden zuerst über 500 Kilometer von einander entfernt liegen. Außerdem gibt er zahlreiche Informationen und Fakten zum Yukon Territorium. Der Clou: Die Geschichten, die er Verwandten, Freunden und Bekannten per E-Mail aus Kanada geschickt hat, wurden um deren lustigste und interessanteste Antworten ergänzt. Ein quasi interaktives Buch. Zwei Karten und 53 Schwarz-Weiß-Fotos illustrieren die faszinierenden Geschichten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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