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Murmansk - RusslandReisebericht Teil 3
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14. Juli LitauenNach einem guten Frühstück entschlossen wir uns, noch einen kleinen Spaziergang zu machen. Nichtweit vom Zelt entfernt, kam mit lautem Gekrache Etwas auf uns zu, und plötzlich brachen die jungen Birken auseinander und eine Elchkuh preschte an uns vorbei. Diese ignorierte uns vollkommen, zum Glück. Wir standen starr vor Schreck und erst als wir Jennis Gesichtsausdruck sahen (ungläubig bis erschreckt, Mund und Augen weit aufgerissen) brachen wir in Gelächter aus.Danach bauten wir zusammen und fuhren weiter. Der Grenzübertritt nach Lettland verlief problemlos, kurze Passkontrolle (inkl. der in Litauen ausgestellten Papiere) und schon ging die Fahrt weiter. Neu war für uns alle die Autobahnfahrt, da gab es Wendestellen, Bushaltestellen und auch Pferdefuhrwerke benutzten diese, als offizielle Strasse, halt gegenüber Deutschland etwas gewöhnungsbedürftig! Am Nachmittag passierten wir genauso problemlos die Grenze nach Estland. wir nahmen Kurs auf die Ostsee und nach kurzem Suchen, wurden wir für die lange Fahrt hierher belohnt, wir standen direkt am Meer bei den Dünen und dies war sogar erlaubt, sahen noch weitere Autos und Zelte. Die Sonne schien, es war angenehm warm und nach dem Aufbau gingen wir baden. Abends gab es dann selbst gesuchte Pilze und wir saßen am Lagerfeuer bis zum Sonnenuntergang.
15. Juli TallinEs regnet, bis spät am Nachmittag fuhren wir, erreichten Tallin und suchten uns in der Nähe der russischen Grenze einen Platz zum Übernachten (bei Narva ). Jenni wollte, trotz kaltem Wetter an die Ostsee, ab ging es den Hang ca. 200 m durch den Wald und dann kam die Überraschung, die total dreckige, stinkende Ostsee, wir waren entsetzt, nahmen für Rene eine Wasserprobe in einer, vorher durchsichtigen, Plastflasche mit. Wieder am Zelt, gaben wir die Wasserbeobachtung nach 2 h auf, es war kein Absinken von Schwebestoffen zu sehen und das Wasser klarte nicht auf. 16. JuliAm Morgen fanden wir uns durch Narva sehr schlecht zum Grenzübergang. Endlich angekommen, eine Tauschstelle war auch dort (in einem Flur von einem Wohnhaus), mussten wir feststellen, dass es hier etwas anders abläuft. Ein Beamter erklärte uns auf russisch, wo der Zollhof ist und das wir erst dort hin müssen. Gegen 9.10 Uhr standen wir auf besagtem Zollhof ( Es war ein großer, betonierter Platz, er hatte ringsum hohe Mauern, auf diesen war Stacheldraht, aber so angebracht, dass ein Rauskommen von innen unmöglich war, irritierte hat uns das schon ein Wenig. Es gab auch eine echte, russische Toilette mit Loch und eigener Duftnote. Kinder sollte jeder lieber an stabilen Kleidungsstücken vor dem Abrutschen bewahren. ). Es standen noch 27 Autos vor uns auf dem Platz, bei der Einfahrt haben wir an einer Art Wachhaus einen Zettel mit einer Nummer erhalten. In unregelmäßigen Abständen dröhnte der Lautsprecher los, nach mehreren Ansagen, konnten wir trotz großer Bemühungen den Text nicht übersetzen und wir änderten die Taktik und beobachteten die Autofahrer der vor uns stehenden Wagen und siehe da, aus den jeweils ersten 5 Autos ging jemand mit Papieren zum am anderen Ende stehenden Wachhaus. Um 13.40 Uhr waren wir endlich an der Reihe, der Beamte wollte nur den Zettel mit der Nummer,2 Rubel und dafür bekam ich einen noch kleineren Papierschnipsel mit einem handschriftlichem Zeichen. Wir durften nun zurück zum Grenzübergang. Auf der litauischen Seite war die Abfertigung zügig, dann stand unser Patrol in der Schlange für die russische Grenzabfertigung ( direkt auf einer langen Brücke, der Wind pfiff und man denkt am Besten nicht daran jetzt gerade mal auf die Toilette zu müssen ), rechts und links von der Brücke waren alte Festungsanlagen, filmen ging nicht, wir befanden uns ja im Niemandsland, und außerdem sah man auf beiden Seiten, MGs die mit Posten besetzt waren. Die russischen Zollbeamten erwiesen sich als sehr gewissenhaft, der PKW vor uns bekam eine totale Filzung, nicht in einer Halle, nein draußen, es flogen die Sachen aus allen Tüten (auch die Reizwäsche war dabei) auf die Wiese, die Verkleidung des Wagens riss man( ächzende Geräusche kündeten vom Totalschaden) überall aus den Verankerungen, die Besitzer blieben teilnahmslos stehen. Uns gingen dabei so die eigenen Gedanken durch den Kopf, eins war klar, rumzucken, ist nicht. Jetzt kamen wir an die Reihe, zuerst wurde ein Offizier herbeigeholt, ein Blick vorn durch die Wagentür, dann bitte einmal hinten öffnen. Beim Anblick aller ordentlich aufgestapelter Sachen, verdrehte er die Augen, er hatte bestimmt überschlagen, wie lang diese Kontrolle sein kann. Wand sich zu aller erstaunen lieber der Fischerman-Angel zu, durch Teleshop auch in Russland bekannt. Kurze Trockenübung, Preis in Deutschland?, wir waren abgefertigt und niemand verstand in diesem Augenblick was los war, aber Jenni, sagte, gebt Gas. Später diskutierten alle noch lang, ob es die Angel oder die vielen Sachen waren, aber egal uns war viel erspart geblieben, das wussten wir ganz genau. Ach so, hätte ich bald vergessen zu erwähnen, vorm Zoll die Papierkontrolle, da lag ein riesiges Buch auf dem Tisch, es wurde jede Person eingetragen inkl., ob geschäftlich, zwecks Handel oder diplomatisch, wir sagten Tourist, ein ungläubiger Blick traf uns, dann blätterte er uns die Seiten des Buches vor und meinte nur fortwährend ( in russisch )"njet", er fragt vorm Eintrag in die über Hunderte enthaltende Liste nochmals, "Tourist?". Die Antwort blieb die Gleiche.
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