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USAInfo - Guide für Individual- und Rundreisende Teil 2
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ImpfungSie reisen in ein Industrieland, das zwar ein unzureichendes Sozialsystem hat, aber für das keine Impfung vorgeschrieben und auch keine empfohlen ist. Aber Vorsicht, in Zeiten von Milzbrand & Co weiß man nicht, wie schnell sich auch in den Industrienationen derartige Bestimmungen ändern können. Informieren Sie sich rechtzeitig vor Abreise über aktuelle Vorschriften und Empfehlungen.
KartenmaterialEs gibt drei gute Möglichkeiten an Straßenkarten zu kommen, den ADAC, den Kauf eines Rand McNally oder bei Ihrem Reisebüro allen Charme spielen zu lassen, damit Sie einen der wenigen Reiseatlanten von CA Ferntouristik erhalten, die die Reisebüros besitzen.
KleidungWenn Sie dieses Buch gekauft haben, planen Sie hoffentlich keinen Strandurlaub und keine Business Partys "drüben". Sie können gerne ein Hemd oder eine Bluse einpacken für die eine oder andere Abendaktivität in den Großstädten - wobei dies u.U. nicht reicht. In guten Clubs und Diskos gibt es durchaus eine Kleiderordnung. Aber die meiste Zeit des Tages verbringen Sie im Auto, in Wüsten, Canyons, Wäldern, Nationalparks und in kleinen Bars, in denen das Holzfällerhemd immer noch im Trend liegen mag. Ihre Kleidung sollte vor allem bequem sein. Jeans und T-Shirts reichen fast immer - und bei den Shirts verfolgen wir eine eigene Strategie: Ein Teil schöner Shirts und ein Teil alter "Wegwerf-Shirts", die 2-3 Tage getragen werden und dann im Mülleimer eines Motels landen, um im Gepäck Platz zu schaffen für die unweigerlich folgenden Einkäufe. Das Konzept läßt sich natürlich auf Unterwäsche und Socken duplizieren. Bezüglich der Temperaturen sollten Sie immer auf alles gefaßt sein. Ich habe schon mit nacktem Oberkörper im alaskischen Frühjahr in der Sonne gelegen und mich im kalifornischen Sommer in die Daunenjacke gekuschelt. Überlegen Sie, wo Sie hinfahren. In Alaska kann man vielleicht auf die kurze Hose verzichten, sollte dafür mehr Pullover einpacken. In den südlichsten Staaten und in den Wüstengebieten reicht eine dünne Jacke - für die meisten Fälle. Üblicherweise werden USA-Reisen sowieso über größere Strecken führen und damit auch große Temperaturschwankungen bereit halten.
KreditkarteKarte ist King in der USA. Auf den "gängigen" Reisen gewinnt man leicht den Eindruck, jeder akzeptiert sie - und auch für jeden Betrag. Wenn Sie bei McDonalds eine Cola mit Kreditkarte bezahlen wird sich keiner wundern. Aber abseits der Großstädte und Touristenrouten kann es eben doch passieren: Man steht mitten im Land von American Express und erntet nur ein Kopfschütteln. Die Kreditkarte ist für eine USA-Reise unentbehrlich (z.B. für eine Wagenmiete) und sie wird für einen Großteil der Ausgaben der beste Weg sein - aber man sollte eine gut dosierte Alternative in der Hinterhand haben ...
Rand McNallyVon uns liebevoll RallyNally genannt ist er das absolut dominierende Kartenwerk für die USA. Im gut sortierten deutschen Buchhandel ist die aktuelle Ausgabe des Straßenatlanten in der Regel vorrätig - mit DM 40,-- können Sie dafür (je nach USD-Kurs) aber wahrscheinlich rechnen.
ReiseführerReiseführer an sich möchte ich eigentlich nicht empfehlen. Viele haben unterschiedliche Stärken, die auf verschiedene Interessen passen. Wir kombinieren üblicherweise mehrere, das heißt zwei dicke und vielleicht auch mal einen dünnen für eine Großstadt, deren Weg wir kreuzen.
ReisepaßAuch wenn für Einheimische der Führerschein oder die Sozialversicherungsnummer als Identifikationsmerkmale gelten, ist für Reisende ein Reisepaß erforderlich, dessen Gültigkeit noch 6 Monate über das beabsichtigte Rückreisedatum hinausgehen muß.
ReiseschecksIch mag sie nicht, aber meine Freundin schwört auf sie und das ein oder andere Mal war ich ihr für ihre Hartnäckigkeit in Bezug auf Traveller Cheques schon dankbar. Sie lassen sich in der USA fast in jedem Laden als Zahlungsmittel verwenden oder auch (manchmal ohne, manchmal mit Gebühren) bei Banken zu Geld machen. Aber nehmen Sie doch einfach Geschäfte, um die Schecks zu verflüssigen. Fast alle geben ohne Zögern auf Travellers raus. Dieses Jahr ist es uns bei einem Mexikaner in Oregon sogar passiert, daß weder die Inhaberin noch ihre Tochter Traveller Cheques kannten. Wir erklärten geduldig, wie das System funktioniert und worauf sie achten müsse, füllten den Scheck ordnungsgemäß aus und sie akzeptierte ihn und gab uns darauf raus. Amerika eben!
TageskilometerWie viele Kilometer Sie am Tage auf sich nehmen wollen hängt ganz von Ihrer Art zu reisen ab. In der Regel wird es Tage geben, an denen Sie nur wenige Kilometer zurücklegen, und Tage, an denen Sie Stunden im Wagen verbringen. Bei Ihren Planungen sollten Sie jedoch berücksichtigen, daß Sie auf amerikanischen Straßen je nach Bundesstaat selbst auf Highways nur mit 55 mph - 70 mph (etwa 90 km/h - 115 km/h) fahren dürfen. 400 km sollten für einen Reisetag m.E. die Grenze sein. Nimmt man an einigen Tagen mehr Kilometer in Kauf, sollte man sich bewußt sein, daß dies ein reiner Autotag wird.
TelefonierenTelefonieren ist wie gesagt günstig in den USA, Ortsgespräche (um einen Tisch zu reservieren o.ä.) von vielen Motels aus sogar kostenlos. Für andere Telefonate sollten Sie sich am besten gleich eine Telefonkarte besorgen, die es in Größenordnungen von z.B. USD 10 oder 20 in fast allen Läden gibt. Auf der Rückseite der Karte finden Sie ein kleines Feld, daß Sie freirubbeln müssen und unter dem sich Ihre Pin-Nummer verbirgt. Sie müssen bei Ihrem Operater (Nummer auf der Karte) anrufen, die PIN eingeben und hören dann als Ansage Ihr Guthaben. Nach Eingabe der gewünschten Nummer erfahren Sie auch, wie viel Zeit Sie für dieses Telefonat haben und dürfen dann endlich lostelefonieren. Mit dieser Karte können Sie von allen gängigen Fernsprechern und Hoteltelefonen aus günstig telefonieren.
Unterkunft Nr. 1Die Unterkunft für die erste Nacht und die Unterkunft für die letzte Nacht kann man vorbuchen, ohne daß es die Individualität der Reise einschränkt, denn Ort und Zeitpunkt liegen in der Regel durch die Flugdaten fest. Über Reisebüros/Kataloge werden oft gute Hotels zu günstigen Preisen angeboten, um sich vor Beginn oder nach Ende der Reise zu verwöhnen. Vielleicht sind es Start- und/oder Endmetropole auch wert ein paar Nächte zu bleiben, bevor man den Mietwagen übernimmt. Wer mit Motels beginnen und enden will, sollte diese am besten online buchen (z.B. über www.super8.com) oder einfach mutig losfliegen. Freie Motelzimmer sollten sich immer finden lassen.
VersicherungDie Versicherungspakete sind in der Regel gar nicht so unterschiedlich. Es gibt ein Basispaket und ein Rund-um-sorglos-Paket. Da es in der USA keine Haftpflichtversicherung gibt, sichern die Vermieter in ihren Basispaketen das ab, was Ihnen am wichtigsten ist, nämlich das eigene Auto. Verursachen Sie jedoch einen Unfall, so geht der Schaden am gegnerischen Fahrzeug zu Lasten Ihrer Reisekasse. Es ist Ihre Entscheidung, welches Paket Sie wählen. Unter Umständen ist es sinnvoll zu prüfen, welchen Versicherungsschutz Ihre Kreditkarte bietet, wenn Sie die Mietwagenbuchung mit der Karte bezahlen. Haben Sie sich für die kleine Lösung entschieden, ist es wahrscheinlich, daß man Sie beim Autovermieter in der USA von einem dort teureren Upgrade überzeugen will.
VisumEin Visum ist für reine Touristenbesuche der meisten EU-Bürger (gilt auch für Schweizer) nicht mehr erforderlich, wenn die Reisedauer nicht mehr als 90 Tage beträgt. Tut sie dies, so ist ein Visum vorab bei der Botschaft in Berlin oder einem der amerikanischen Konsulate (Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Leipzig oder München) zu beantragen. Aktuelle Informationen bezüglich Wartezeiten, erforderliche Unterlagen etc. über 0190/915000 oder bei den Behörden direkt.
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