USA Südwesten

Reisebericht

  

  

  

  

 

 

Dienstag, 09.05.2000: San Francisco - Muir Woods NM - Sonoma

Heute war ein spannender Tag, denn heute sollten wir unseren Mietwagen übernehmen und uns aus San Francisco rauskämpfen. Wir fuhren ein letztes Mal mit der Cable Car zur Alamo-Station (Haltestelle fast direkt vor der "Haustür") und erledigten die Formalitäten. Danach gingen wir in die Tiefgarage und da stand er... nein, nicht ganz, denn der Wagen hatte nur drei Türen und wir hatten eigentlich einen Fünftürer gemietet, was zwar preislich nur DM 3,00 Unterschied ausmachte, aber bei fünf Türen kommt man schneller an die hinteren Sachen ran. Also ging es noch einmal zur netten Alamo-Angestellten, die uns sofort einen anderen Wagen gab. Wir gingen wieder in die Garage und da stand er diesmal wirklich, unser "Bui": ein riesiger, gold-/sandfarbener Buick Century, in dessen Kofferraum sich unsere drei Reisetaschen fast verloren und ich meine Beine locker ausstrecken konnte (immerhin bei 1,96 m Körpergröße). Die kleinen, fürchterlich bequemen Nebensächlichkeiten wie z. B. Tempomat, Automatik, Komfortsitze, Mittelarmlehne seien hier nicht ganz vergessen (o. k., einige Sachen hatten wir sicherlich auch nach 3 Wochen noch nicht entdeckt). Noch eine Kurzeinweisung vom Mechaniker in die Geheimnisse der Automatik (wir müssen im Auto ziemlich hilflos ausgesehen haben, denn die gehörte nicht zum normalen Programm) und dann ... losgelassen in die Großstadt: wann hat man eigentlich Vorfahrt, wieso gibt es Strassen mit vier Stopschildern (?) - Augen zu und durch!!!

San FranciscoWir fuhren zu unserem Motel, holten unsere Sachen, besorgten für Sabine noch ein Mittel für die verbrannten (mittlerweile angeschwollenen) Hände und verließen dann San Francisco über die Golden Gate Bridge. In Sausalito machten wir einen kurzen Stop, um im Lighthouse Restaurant ein kräftiges Frühstück (Homefries, Omelette, Sausages, Spinat, etc.) und 2 1/2 Eistee (die andere Hälfte hatte Biene geschickt über Tisch, Hose, Sitzbank und Fussboden verteilt) zu genießen. Entlang der Küste ging es dann kurvenreich weiter in Richtung Muir Woods National Monument (Golden Eagle Pass wurde ohne Ausweiskontrolle akzeptiert). Hier führte uns ein schöner Rundweg ca. 1 1/2 Std. durch einen Teil des NM, der für seine riesigen Redwood-Bäume bekannt ist. Sie sind die Größten der Welt (bis zu 80 m hoch) und haben dabei einen sehr schmalen (bis zu 4 m Durchmesser), geraden Wuchs. Die Bäume sind ca. 800 Jahre alt, teilweise sog. 1000 Jahre - man kommt sich schon verdammt klein vor.

Die Reise führte uns weiter über den Highway 101 in Richtung Sonoma, wo wir gleich am südlichen Eingang das Weingut Viansa ansteuerten - seeeehr empfehlenswert (es liegt gleich am Anfang der Straße 121 North Richtung Sonoma auf der rechten Seite zusammen mit dem Sonoma Valley Visitors Bureau)! Es war wunderschön angelegt und der Verkostungsraum war phantastisch, denn neben dem Wein gab es alles was das lukullische Herz sonst noch begehrte: Pestos, Senfvariationen, Öle, Käse (nicht nur Cheddar), etc. Viele Leckereien konnte man probieren, denn es standen überall Schüsselchen aus denen man sich mit Hilfe von Crackern und kleinen Salzstangen bedienen konnte (ich glaube, ich hätte Biene hier über Nacht einschließen lassen können). Ich habe mich mehr auf den Wein konzentriert, denn man konnte aus ca. einem Dutzend Sorten vier Weine gratis probieren (p. P.) und sich dabei nennt mit Dietmar und Ulla vom Weingut unterhalten. Auch wenn alles durch den fiesen $-Kurs sehr teuer war, kamen wir nicht ohne ein Glas Pesto ($ 6,50 + Tax) raus. Durch den schönen, überschaubaren Ort Sonama ging es dann ins benachbarte Napa Valley, wo es schon sehr nobel aussah. Da es mittlerweile schon 6:00 p. m. war, konnten wir leider kein weiteres Weingut besichtigen, da diese i. d. R. um 4:00 p. m schließen, und so mieteten wir uns für $ 56,00 (inkl. Tax) im Discovery Inn ein. Den Tagesabschluß bildeten ein Besuch bei Safeway und ein Abendessen bei Mc Donalds.

 

Mittwoch, 10.05.2000: Sonoma - Sonora - Yosemite National Park / Mariposa Grove

7:30 a. m. - fast wie ausschlafen (dem konnte Biene nicht so ganz zustimmen) und ab zu Denny`s (Tea, Pancakes, Sausages, Bacon und French Toast mit Blaubeeren für $ 15,00). Mit Hilfe von Karten und Straßenbezeichnungen inkl. Himmelsrichtungen ging es nach Modesa, das den Beginn des Obstanbaugebiet mit Kirsch-, Apfel- und sonstigen Bäumen bildete... und im Hintergrund immer die schneebedeckte Sierra Nevada - wow. In Sonora suchten wir uns dann ein Motel und erhaschten ein schönes Zimmer im Days Inn ($ 41,99 + Tax - mit Coupon). Da es erst 12:30 p.m. war, fuhren wir entlang der Westseite der Sierra Nevada durch kurviges, abwechslungsreiches Gelände. Dies bedeutete aber, dass wir bis zum Mariposa Groove rund 3 Std. benötigten - mit Cruise Control und 9 importierten Musikkassetten schon o. k.. Schließlich hatten wir die Einfahrt zum Yosemite NP erreicht und kamen nach einer kurzen Kontrollfrage ("Are you Heidi?") mit dem Golden Eagle Pass einer Bekannten rein. Wir fuhren zum Mariposa Grove, wo es eine Vielzahl von riesigen Sequoia-Bäumen gab, die den Redwoods ähneln, aber einen wesentlich größeren Durchmesser haben. Da es mittlerweile schon später am Nachmittag war, besorgten wir uns für $ 5,50 p. P. Tickets für die letzte Besichtigungstour um 4:30 p.m.. Unser LKW inkl. Anhänger (mit wenig gepolsterten Touri-Bänken) stand pünktlich bereit, so dass wir bei einer Schw...kälte (ca. 5 °) eine ca. 1-stündige Rüttel-Rundfahrt machten, die uns mit Hilfe der etwas nuscheligen Erläuterungen des Fahrers das Naturwunder Sequoia näher brachte. Die Bäume waren wirklich beeindruckend, da sie durch Blitzschlag oder das Zusammenwachsen mit anderen Bäumen teilweise interessante Stämme hatten... außerdem konnten wir zwischendurch Rehe und Eichhörnchen beobachten.

Im Auto stellten wir anschliessend erst einmal die Heizung (!) an, damit unsere Glieder wieder auftauen konnten und wählten dann für den Rückweg die Route über das Yosemite Valley (mit vereinzelten Schneeflocken als Untermalung). Unterwegs konnten wir wundervolle Ausblicke auf Berge, Täler, Wälder und Wasserfälle genießen, die wir am folgenden Tag näher erkunden wollten. Vom Valley waren es rund 70 Meilen bis nach Sonora, die ca. 2 Std. Fahrzeit verschlangen, so dass wir erst nach Anbruch der Dunkelheit zurück waren ( für`s Autofahren nicht so empfehlenswert wg. des Wildwechsels). Zum Essen kehrten wir in Wilma`s Cafe (gute Reisebuch-Empfehlung) ein, dass tierisch gut besucht war und mit einem bunten Publikum aus Einheimischen und Touristen aufwarten konnte. Nach Chicken Burger, Chicken Steak, Bier, Coke und Eis ($25) rollten wir nur noch ins Motel-Bett.

 


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